Miefige Masse

Hamburgs Hafenschlick muss weg: Bund legt Konzept vor

Ein Spezialschiff baggert Schlick aus der Elbe in seinen Laderaum und verklappt diesen anschließend in der Nordsee
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Bei den Baggerarbeiten fallen Millionen Tonnen Schlick an. Ein Teil des Schlicks landete bisher gleich hinter der Hamburger Landesgrenze bei Neßsand in der Elbe, um binnen weniger Wochen zurückgespült zu werden.

An Hunderten Kilometer Nordseeküste müssen Deiche aufgestockt werden. Den benötigten Baustoff könnte Elbschlick liefern. Ein Mittel gegen die Elbverschlickung?

Hamburg – Der Bund hat das teure und wachsende Schlickproblem in der unteren Elbe zur Chefsache erklärt. Gemeinsam mit den Elbanrainern Hamburg, Schleswig-Holstein und Niedersachsen will die Bundesregierung in den kommenden Jahren ein grundlegend neues Konzept an den Start bringen, um das Thema dauerhaft anzugehen.

In und um den Hamburger Hafen muss mit hohem Kostenaufwand immer wieder Schlick ausgebaggert werden, damit der nach Rotterdam und Antwerpen drittgrößte Seehafen Europas leistungsfähig bleibt. Das Problem: Ein Teil des Schlicks landete bisher gleich hinter der Hamburger Landesgrenze bei Neßsand in der Elbe, um binnen weniger Wochen zurückgespült zu werden.

Was also tun? Enak Ferlemann, Parlamentarischer Staatssekretär im Verkehrsministerium, schlägt vor: „Sofern der Schlick aus der wenig schadstoffbelasteten Unterelbe stammt, könnte das Sediment nach Vorstellungen des Bundes künftig zu Baustoff verarbeitet werden, der zum Beispiel im Deichbau genutzt werden kann.“ Für Hamburgs giftigen Hafenschlick* müsse allerdings eine andere Lösung gefunden werden. * 24hamburg.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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