Trotz Debatte um Nebeneinkünfte

Hamburgs Grüne: Landeschefin streicht Bonus ein

Hamburgs Grünen-Landeschefin Maryam Blumenthal steht auf einem Podium. Vor ihr ein Schild auf dem steht der Slogan „Grün. Alles drin“.
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Bekommt für die Parteiarbeit einen Bonus: Hamburgs Grünen-Landeschefin Maryam Blumenthal.

Hamburgs Grünen-Chefin kassiert einen monatlichen Bonus. Das zerrt am Image der Partei. Doch die Vorsitzende sieht das als gerechtfertigt an.

Hamburg – Trotz der Furore um einen Corona-Bonus an die Bundesvorsitzenden Annalena Baerbock* gönnen die Hamburger Grünen ihrem Spitzenpersonal weiterhin eine Aufwandsentschädigung. So verteidigte die Landesvorsitzende Maryam Blumenthal die Praxis gegen Kritik und bezeichnete die Parteiarbeit als einen „Fulltime-Job“, wie die „Bild“ berichtete. „Ich fände es schräg, als Arbeitgeber ehrenamtlich tätig zu sein“, sagte die 36-Jährige der Zeitung.

Blumenthal war am vergangenen Wochenende zur neuen Landesvorsitzenden der Grünen in der Hansestadt Hamburg gewählt worden. Sie übernahm den Posten von Justizsenatorin Anna Gallina, die die Bonus-Zahlung 2015 durchgesetzt hatte. Nachdem Bundeschefin Baerbock wegen ihrer Bonus-Zahlung ins Gerede geraten war, kratzt die Debatte am Image der Grünen, die offensiv für Transparenz bei Nebeneinkünften für Abgeordnete werben. Über die Bezahlung entscheiden die Parteien eigenständig. Über Hintergründe, Höhe der Boni und die politische Debatte* berichtet das Nachrichtenportal 24hamburg.de in einem ausführlichen Bericht. * 24hamburg.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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