„So falsch wie Autobahnen“

Hamburgs neue U-Bahn: Wie klimafreundlich ist die U5?

Hamburger U-Bahn: Haltestelle Hoheluftbrücke. Foto: Axel Heimken/Symbol
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Hamburger U-Bahn: Haltestelle Hoheluftbrücke. Foto: Axel Heimken/Symbol

Laut Peter Tschentscher soll die neue U-Bahn die modernste Bahn Deutschlands werden. Aber wird sie auch klimafreundlich? Umweltschützer üben Kritik.

Hamburg – Erst vor ein paar Wochen wurde der Streckenverlauf offiziell vorgestellt – jetzt gibt es mächtig Kritik für Hamburgs neue U-Bahn. Bürgermeister Peter Tschentscher hatte die Bahn, weil sie ohne Fahrer fahren wird, noch als die modernste U-Bahn in ganz Deutschland bezeichnet. Nun sprechen Klimaschützer vom Umweltverband BUND von einem Fehler, der so schlimm sei wie das Bauen von Autobahnen*. Bis sich eine U-Bahn bezüglich Klimaschutz auszahlt, dauere es laut BUND ungefähr 100 Jahre. Das liege daran, dass bei dem Bau von U-Bahn-Tunneln massenhaft CO2 ausgestoßen wird. Dies sei bei der Planung des Hamburger Senats offenbar völlig außer Acht gelassen worden.

Der Umweltverband fordere deshalb von der Hamburger Politik erneut eine offene und ehrliche Debatte bezüglich der U-Bahn. Außerdem solle ein Systemvergleich zwischen U-Bahn und Stadtbahn erfolgen. Denn im Gegensatz zu einer U-Bahn, fährt die Stadtbahn ausschließlich überirdisch, sodass keine Tunnel notwendig wären. Auch die Kosten werden von dem Umweltbund scharf kritisiert. Mit acht bis zehn Milliarden sei der Bau viel zu teuer, so Manfred Barsch, Chef BUND Hamburg. Erst kürzlich hatte es wegen des Baues der neuen U5 einen Aufruhr gegeben. Anjes Tjarks, Hamburgs Verkehrssenator hatte berichtet, dass für den Bau der Bahn die Binnenalster teilweise trockengelegt werden* müsse. * 24hamburg.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks

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