Thema Flüchtlinge

Erdogan reist zu Staatsbesuch nach Griechenland

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Kommen in Athen zusammen: der griechische Ministerpräsident Alexis Tsipras (l) und der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan.

Athen - Der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan reist heute zu einem zweitägigen Griechenland-Besuch nach Athen.

Im Mittelpunkt der Gespräche mit dem griechischen Regierungschef Alexis Tsipras werden die Flüchtlingskrise, die Beziehungen zwischen der EU und der Türkei sowie ein Bündel strittiger bilateraler Themen wie Streitigkeiten um Hoheitsrechte in der Ägäis sowie die Zypern-Frage stehen.

Es wird aber auch damit gerechnet, dass Erdogan die Auslieferung von acht türkischen Militärs fordern wird, die nach dem gescheiterten Putsch im Sommer 2016 nach Griechenland geflüchtet waren. 

Die griechische Polizei zog starke Einheiten in Athen zusammen. Mindestens 3000 Beamte - darunter auch rund 200 türkische Polizisten - werden für die Sicherheit im Einsatz sein.

Diplomaten werteten den Besuch als eine Art Charmeoffensive Erdogans. Er sei wegen der Verschlechterung der Beziehungen zu Berlin und Washington in Bedrängnis geraten. Erdogan wolle mit dem Besuch in Athen auch zeigen, dass es EU-Länder gebe, die die Wichtigkeit der Türkei erkennen und keinen Streit mit dieser Regionalmacht wollen. Er wolle demnächst auch andere EU-Staaten besuchen, hieß es.

dpa

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