Proteste wegen Lautstärke

Disco ohne Ende: Streit über Nachtlärm in Bulgariens Badeorten

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Diskothek

In den Lokalen an Bulgariens Schwarzmeerküste soll es nach dem Willen der Regierung keine lauten Partys bis zum Morgen mehr geben. Die Tourismus-Branche weigert sich.

Sofia - Hunderte Beschäftigte bei den Lokalen in Slantschew Brjag (Sonnenstrand) forderten bei einem Protest am Mittwoch den Rücktritt des für den Tourismus zuständigen Vizeregierungschefs Waleri Simeonow, wie der private Fernsehsender BIP berichtete. Geplant seien weitere Proteste.

Zum Konflikt mit der Tourismus-Branche kam es nach Simeonows nächtlichen Kontrollen in dem größten bulgarischen Urlaubsort Slantschew Brjag am vergangenen Wochenende. Dabei wurde in den betroffenen Discos Medienberichten zufolge die lautstarke Musik ausgeschaltet. Ein DJ wurde vorübergehend festgenommen, da er verhindert habe, dass die Polizei seinen Laptop konfisziert. Nach dem Vorfall wurde ein Musik-Festival abgesagt.

Der Tourismus ist wichtig für die Volkswirtschaft des ärmsten EU-Landes: Er trägt gut 13 Prozent zur Bulgariens Wirtschaftsleistung bei. In diesem Sommer hofft die Branche auf eine weitere Super-Saison.

dpa

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