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Corona-Lockerungen in Deutschland: Schule, Geschäfte, Kontaktsperre: Alle neuen Entscheidungen im Überblick

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Von: Patrick Freiwah, Felix Durach

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Gebannt blickt Deutschland dem weiteren Vorgehen in der Corona-Pandemie entgegen. Für welchen Plan entscheiden sich Kanzleramt und Länderchefs? Details der Maßnahmen sickern bereits durch.

Update vom 15. April, 21.30 Uhr: Am Mittwochabend hielt Bundeskanzlerin Angela Merkel zusammen mit dem bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder und Hamburgs Oberbürgermeister Peter Tschentscher eine Pressekonferenz im Kanzleramt ab, um die Bevölkerung über die folgenden Maßnahmen und Lockerungen in den nächsten Wochen zu informieren. Diese sehen vor:

Corona-Lockerungen: Maßnahmen schon vor Bekanntgabe durchgesickert

Vorabmeldung:

Berlin - Noch bevor es zu einer offiziellen Stellungnahme kommt, sickern bereits Details zur angeblichen Einigung bezüglich der Lockdown-Regelungen in Deutschland durch. Demnach sollen sich die Staatskanzleien der Bundesländer mit dem Kanzleramt in einer Schaltkonferenz auf diverse Eckpunkte verständigt haben, was die Ausgangsbeschränkungen betrifft. Die Bild schildert die Beschlüsse folgendermaßen:

Corona-Lockerung? Ausgangsbeschränkung wird wohl verlängert

Kontaktsperren und auch Reiseverbote sollen um zwei Wochen ausgeweitet werden. Das bedeutet, die aktuellen Vorgaben würden bis zum 3. Mai Bestand haben. Hierbei könnte es sich um einen Punkt handeln, den Bayerns Ministerpräsident Markus Söder gegenüber seinen Amtskollegen wie NRW-Präsident Armin Laschet durchgesetzt hat. 

Während dieser umgehende Lockerungen fordert, warnt Söder vor einem „Überbietungswettbewerb“ und davor, dass eine zu frühe Rückkehr in den Alltag einen Rückschlag im Kampf gegen die Lungenkrankheit Covid-19 bringe.

Leere Gassen wegen Corona - auch hier in Schwäbisch Hall
Leere Gassen wegen Corona - auch hier in Schwäbisch Hall. © dpa / Sebastian Gollnow

Auch eine Lockerung des Kontaktverbots* für bestimmte Geschäfte soll einen wichtigen Punkt der Agenda markieren. Wie die dpa berichtet, will der Bund ermöglichen, Läden bis zu einer Verkaufsfläche von 800 Quadratmetern wieder zu öffnen. Das sieht angeblich eine Beschlussvorlage des Corona-Kabinetts vor. 

Dass hierzu auch Restaurants und Bars gehören, darf ausgeschlossen werden. Könnten Lokale geöffnet haben, während Kinder nicht in die Kitas dürfen? Wohl kaum. Außerdem stellt sich die Frage, ob im öffentlichen Raum eine Pflicht von Atemschutzmasken eingeführt werden soll. Auch für den Nahverkehr, dem ebenfalls sukzessive wieder mehr Leben eingehaucht werden soll, kommt eine Maskenpflicht infrage. 

Ein Eckpunktepapier mit entsprechenden Empfehlungen hinsichtlich der derzeit geltenden Ausgangsbeschränkungen soll am heutigen Mittwoch von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) mit den Mitgliedern des Corona-Kabinetts* beschlossen werden. 

Corona-Lockerungen? Am Mittwoch entscheidet sich weiteres Vorgehen

Dort wolle Merkel einen Beschlussvorschlag des Bundes vorbereiten, der am Nachmittag bei der Videokonferenz der Kanzlerin mit den Ministerpräsidenten diskutiert und voraussichtlich verändert werde (zum News-Ticker). Dann wird auch das Thema Schule im Vordergrund stehen: Aus landesweiter Sicht sei bei diesem anliegen ein abgestimmtes Vorgehen wichtig. Nach jetzigem Stand dürfte es zu einer schrittweisen Öffnung je nach Altersstufen kommen.

Die Wissenschafts-Akademie Leopoldina hatte am Wochenbeginn für einen „realistischen“ Zeitplan für eine Rückkehr zur Normalität plädiert. Die Wissenschaftler empfahlen, Schulen „sobald wie möglich“ zu öffnen - angefangen bei Grundschulen sowie Unter- und Mittelstufen. Begleitet werden sollen die Maßnahmen für die Wiederaufnahme des gewohnten Lebens jedoch von strikten Sicherheitsvorkehrungen.

Bis auf Weiteres solle es allerdings erst mal bei den momentanen Beschränkungen bleiben, so wie auch in den meisten deutschen Nachbarländern. Alles andere sei ein Risiko, so die einhellige Meinung.

PF

*Merkur.de und tz.de sind ein Angebot des bundesweiten Ippen Digital Redaktionsnetzwerks

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