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Maskenpflicht in Bus und Bahn in Bayern soll fallen: Söder will „freiwillige Empfehlung“

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Von: Christian Deutschländer

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CSU-Chef Markus Söder (Archivbild)
Spricht sich gegen die Maskenpflicht in Zügen aus: CSU-Chef Markus Söder (Archivbild) © IMAGO / Thomas Vonier

Lebenswichtiger Schutz oder nerviger Lappen? Viele Bahn- und Bus-Nutzer diskutieren über die Maskenpflicht. Auch die Politik – in Bayern sollen die strengen Regeln bald ganz fallen.

München – Die Maskenpflicht in Bussen und Bahnen in Bayern soll in wenigen Wochen fallen. „Angesichts sinkender Zahlen ist eine generelle Vorgabe bald nicht mehr angemessen“, sagte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) dem Münchner Merkur. „Es gibt keine Maskenpflicht mehr im Flugzeug, hoffentlich auch bald nicht mehr im Bahn-Fernverkehr. Dann kann man auch nicht mehr erklären, warum es im Nahverkehr, in der U-Bahn oder im Bus, weiter eine Maskenpflicht geben soll.“

Maskenpflicht in Bus und Bahn: Regel soll im Dezember auslaufen

Die geltenden Regeln im Nahverkehr sollen am 9. Dezember, spätestens am Jahresende, auslaufen. Dann wolle man bei zumindest gleichbleibender Lage die Maskenpflicht „umwandeln in eine freiwillige Empfehlung“, sagte Söder. Hintergrund: Bis 9. Dezember gilt die aktuelle Infektionsschutzverordnung des Landes.

Bayern schließt sich damit den Plänen mehrerer anderer Länder an. Auch Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) strebt an, die Maskenpflicht in Bus und Bahn nicht über das Jahresende zu verlängern. Er sucht deshalb Gespräche mit den Ländern.

Maskenpflicht: Söder gegen Lauterbach - „wir kommen hoffentlich in die Endemie“

Konsens ist das bisher nicht. Der Bund schließt sich für Fernzüge und Fernbusse vorerst nicht an. Die Maskenpflicht sei notwendig, sagte Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) der Welt. Man müsse im Winter mit wieder steigenden Fallzahlen rechnen. Menschen müssten sicher zur Arbeit kommen können.

Söder hingegen sagte, man agiere mit den Lockerungen „angemessen und Schritt für Schritt“. Sorge vor einer Winterwelle hat er nach eigenen Angaben nicht, gerade nicht mit dem Blick auf den Ballungsraum München. „Es ist genau das eingetreten, was wir erwartet haben: Nach der Wiesn sind die Zahlen gestiegen und dann auch wieder rasch gefallen. Die Menschen in Bayern haben mittlerweile eine höhere Grundimmunität gerade gegen schwere Verläufe aufgebaut“, sagte Söder dem Merkur. „Wir kommen hoffentlich von der Pandemie in die Endemie. Entsprechend müssen wir handeln. Es gibt auch keine Hinweise auf neue, gefährlichere Mutationen.“

Corona-Regeln in Bayern: Isolationspflicht nach positiven Tests fällt

Ein weiterer weitreichender Lockerungsschritt greift bereits am Mittwoch. Bayern beendet die Isolationspflicht nach positiven Tests. Ersatzweise soll für Erkrankte eine Maskenpflicht außerhalb der eigenen Wohnung (mit Ausnahmen) gelten, zudem wird der Zutritt zu Kliniken beschränkt. „Wer krank ist und Symptome hat, soll zuhause bleiben. Wer symptomfrei ist, aber noch positiv, soll mit Maske in die Arbeit gehen dürfen“, sagte Söder dazu. Baden-Württemberg, Hessen und Schleswig-Holstein gehen ähnlich vor, auch Österreich wählt diesen Weg. (cd)

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