Bell gegen Airbus

Wegen Hersteller-Streit: Bundeswehr fliegt weiter alte Hubschrauber

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Ein Rettungshubschrauber vom Typ Bell UH-1D der Bundeswehr. Liebevoller Spitzname: „Anneliese“.

Die Bundeswehr-Sanitäter müssen noch längere Zeit in einem Helikopter-Modell aus den späten Sechziger-Jahren rumfliegen. Die Lieferung des Nachfolgers verzögert sich noch eine Weile.

Berlin - Die Bundeswehr muss nach einem Spiegel-Bericht weiter auf ein Nachfolgemodell für ihre alten Rettungshubschrauber vom Typ Bell UH-1D warten. Die Neubeschaffung der Helikopter für „Search and Rescue“-Missionen (SAR) verzögere sich, weil sich die Hersteller Bell und Airbus vor der Vergabekammer des Bundes streiten, schreibt das Nachrichtenmagazin.

Rettungshubschrauber „Anneliese“ muss noch bis 2020 durchhalten

Nach Schätzungen der Rüstungsabteilung sei mit neuen SAR-Hubschraubern frühestens im Jahr 2020 zu rechnen. Bis dahin müsse sich die Truppe weiter mit den altersschwachen Bell-Hubschraubern behelfen - ein Modell, das seit dem Ende der sechziger Jahre im Einsatz ist. Die Bundeswehr wollte die Helikopter, deren Spitzname liebevoll „Anneliese“ lautet, dem Bericht zufolge schon längst ausmustern und durch Eurocopter-Maschinen von Airbus ersetzen.

Dass die Ausrüstung der Bundeswehr in vielen Bereichen nicht im optimalen Zustand ist, offenbarte sich auch vor wenigen Wochen. Ein Medienbericht enthüllte, wie schlecht es um die Hubschrauberflotte steht.

dpa

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