Großes Interesse vor der Wahl

Bundestagswahl-Trends im Netz: Diese Partei steht im Fokus

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Aktivitäten auf sozialen Netzwerken wie Facebook, Twitter und Co. werden kurz vor der Wahl konsultiert. 

Kurz vor der Wahl haben sich viele Deutsche noch einmal im Internet informiert: Welche Kandidaten, Parteien und praktische Fragen interessierten besonders? Fünf aktuelle Trends.

1. Angela Merkel stand im Mittelpunkt: Die CDU-Chefin vereinte im Google-Ranking zum Suchinteresse der vergangenen sieben Tage den höchsten Anteil aller Kandidaten auf sich: 35 Prozent der Anfragen galten der Kanzlerin. SPD-Herausforderer Martin Schulz stand zwar mit 17 Prozent auf Platz zwei, allerdings nur knapp vor Alice Weidel von der AfD mit 16 Prozent.

2. Schulz punktete im Endspurt: Der viralste Social-Media-Beitrag der Spitzenkandidaten in den vergangenen sieben Tagen kam vom SPD-Vorsitzenden: Mit einem Facebook-Post zur Pflegepolitik erreichte Schulz mehr als 30 000 Interaktionen - dazu zählen etwa Likes, Kommentare und das Teilen von Beiträgen.

Eine Partei rückte in den Mittelpunkt

3. Die AfD weckte Interesse: Kurz vor der Wahl wurde in Verbindung mit dem Begriff „Wahlprogramm“ auf Google am häufigsten nach der AfD gesucht. Den Rechtspopulisten galten in den vergangenen sieben Tagen 34 Prozent dieser Anfragen, auf Platz zwei lag die FDP mit 22 Prozent, wie das Google-Projekt 2q17.de zeigt. Das spricht für hohe Reichweiten - aber auch für Unsicherheit, wofür die Parteien stehen.

4. Neugier auf Privates: Bei den kleineren Parteien stand dagegen das Privatleben im Vordergrund: So wurde oft nach den Partnerinnen von Alice Weidel und Christian Lindner gesucht - und im Zusammenhang mit Sahra Wagenknecht nach Oskar Lafontaine. Bei der Kanzlerin interessierte viele das Alter.

5. Unsicherheit beim Prozedere: In den Tagen vor der Wahl stellten sich einige Nutzer auch noch ganz praktische Fragen: „Wo wählen gehen?“, lautete die Frage, die den größten Zuwachs erhielt. Aber auch, bis wann die Briefwahl abgeschickt werden muss, oder was man zum Wählen mitnehmen muss, wollten viele mit Google herausfinden.

dpa

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