"Deutlicher Anstieg"

Beschwerden über O2 häufen sich

Die Zahl der Beschwerden über O2, die bei der Bundesnetzagentur eingehen, steigt an. Schuld ist der Hotline-Service mit langen Warteschleifen. 

Bonn - Die Bundesnetzagentur hat einem Bericht zufolge deutlich mehr Beschwerden über die Servicequalität der Hotline von O2 registriert. "Die faktische Nichterreichbarkeit der Hotline hat zu einem deutlichen Anstieg der Warteschleifenbeschwerden geführt", heißt es in einem Brief der Bundesnetzagentur an die verbraucherpolitische Sprecherin der Grünen-Bundestagsfraktion, Nicole Maisch, der dem Handelsblatt vom Montag vorlag. 

Demnach gab es insgesamt bereits 317 Beschwerden über O2 in diesem Jahr. 208 davon bezogen sich demnach ausschließlich auf Warteschleifen, "die im Rahmen einer entsprechenden Kontaktaufnahme" zur Hotline des Mobilfunkanbieters auftraten, wie es in dem Brief weiter heißt. Allerdings sei der Einsatz dieser Warteschleifen im Einklang mit dem Telekommunikationsgesetz erfolgt. Die Hotline sei "in rechtlicher Hinsicht nicht zu beanstanden". 

Die Netzagentur wirkte dennoch "mit Blick auf das große Ärgernis der Verbraucher" auf die Abstellung des Zustands hin, wie Behördenchef Jochen Homann an Maisch schrieb. Er unterstütze auch eine Ankündigung der Bundesregierung, die Notwendigkeit gesetzlicher Regelungen für die Erreichbarkeit von Hotlines zu prüfen. 

"Lange Warteschleifen oder sogar telefonische Nichterreichbarkeit gehen nicht. Da muss zügig Abhilfe geschaffen werden", sagte Grünen-Politikerin Maisch dem Handelsblatt. Es sei gut, dass die Bundesregierung über einen gesetzgeberischen Handlungsbedarf nachdenke. Dass sie das bislang nicht getan habe, sei aber "ein erneuter Offenbarungseid" dafür, dass sie sich nicht ernsthaft um die Sorgen und Probleme der Verbraucher kümmere.

AFP

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