Covid-19-Vakzin

Biontech: Eigener Corona-Impfstoff sollte auch gegen indische Mutante wirken

Der Corona-Impfstoff von Biontech soll den Durchbruch im Kampf gegen Corona bringen.
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Der Corona-Impfstoff von Biontech soll den Durchbruch im Kampf gegen Corona bringen.

Überall auf der Welt tauchen Corona-Mutationen auf. In Indien verbreitet sich B.1.617 rasant. Sind die Viren immun gegen den Impfstoff? Biontech-Chef Ugur Sahin und sein Team hat es getestet.

Mainz - Der Impfstoff von Biontech und Pfizer* dürfte nach erster Einschätzung der Unternehmen auch gegen die in Indien grassierende Corona-Mutation* wirken. Biontech-Chef Ugur Sahin sagte am Mittwoch vor Journalisten in Berlin, die entsprechenden Tests liefen noch. Er sei aber „zuversichtlich“, dass der von seinem Unternehmen gemeinsam mit dem Pharmakonzern Pfizer entwickelte Wirkstoff auch gegen die in Indien aufgetretene Variante wirke.

Corona: Wirkt die Biontech-Impfung gegen die indische Corona-Mutation B.1.617?

Die indische Corona-Mutation B.1.617* zeichne sich durch Veränderungen aus, die bereits aus anderen Corona-Variationen bekannt seien, erläuterte Ugur Sahin*. Gegen diese wirke der Impfstoff. Insgesamt hätten Biontech und Pfizer inzwischen schon mehr als 30 Corona-Varianten getestet, sagte der Firmengründer. Bei fast allen funktioniere er genauso gut wie bei der Ursprungsform. Auch in den Fällen, in denen die Immunantwort schwächer ausfalle, sei sie ausreichend.

Das Mainzer Pharmaunternehmen Biontech und sein US-Partner Pfizer entwickelten einen von bislang vier in der EU zugelassenen Impfstoffen gegen Corona. Er basiert auf der mRNA-Technologie, gilt als sehr wirksam und sicher und wird in vielen Ländern eingesetzt. In der deutschen Impfkampagne spielt er eine zentrale Rolle.

Israel: Herzmuskelentzündungen wegen Biontech-Impfung

Der Biontech-Impfstoff steht in Israel auf dem Prüfstand. Israel untersucht Fälle von Herzmuskelentzündungen (Myokarditis) im zeitlichen Zusammenhang mit einer Biontech-Impfung, wie Merkur.de* berichtet. Auch in Deutschland sind zunächst sieben Fälle von Myokarditis nach einer Impfung mit dem Biontech-Vakzin gemeldet worden.

Laut einem Bericht von RTL, wollte sich Ugur Sahin, Mitgründer des deutschen Impfstoff-Herstellers Biontech, bei einer Pressekonferenz zu den Berichten äußern. Auf Merkur.de*-Nachfrage erklärte Biontech: „Bei der Pressekonferenz handelte es sich um eine Veranstaltung für Auslandskorrespondenten.“ 

Die Fallzahlen in Indien* explodieren. Hängt das mit der dort zuerst nachgewiesenen Corona-Mutante B.1.617 zusammen? Virologe Christian Drosten tritt erstmal auf die Bremse - und bleibt gelassen*. In Deutschland ist derzeit die Corona-Mutation B.11.7 dominant. Ist die dritte Corona-Welle zu bremsen? Die Infektionszahlen sinken am Mittwoch leicht, wie aus den RKI-Daten hervorgeht. (afp) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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