Klares Singal erwünscht

Bankenverband dringt auf Brexit-Übergangsfrist

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Die Briten scheiden aus der Europäischen Union zum 30. März nächsten Jahres. Foto: Laurent Dubrule

Frankfurt/Main (dpa) - Deutschlands Privatbanken dringen auf eine Übergangsfrist für den britischen EU-Austritt nach März 2019.

"Die Zeit rennt uns davon, die nötige Klarheit ist bis jetzt nicht geschaffen und wir können einen harten Brexit immer noch nicht ausschließen", sagte der Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes deutscher Banken (BdB), Andreas Krautscheid, in Frankfurt.

Ein Ausscheiden der Briten aus der Europäischen Union zum 30. März nächsten Jahres ohne Austrittsabkommen müsse unbedingt vermieden werden, mahnte Krautscheid. "Es kann nur vernünftig sein, eine Übergangszeit zu vereinbaren." Der EU-Gipfel an diesem Donnerstag (22.3.) müsse dazu ein klares Signal senden. Auch mit Übergangsfrist, die nach Ansicht des BdB "mindestens bis Ende 2020" dauern sollte, bedeute der Brexit für die Finanzbranche erheblichen Aufwand.

Den Finanzplatz Frankfurt sieht der BdB gut aufgestellt, um vom Brexit zu profitieren. Banken brauchen für Dienstleistungen in der EU selbstständige Tochtergesellschaften in einem EU-Staat. In London angesiedelte Institute sind daher gezwungen, sich zumindest teilweise neu zu orientieren. Knapp 20 Banken - hauptsächlich US-amerikanische und japanische Häuser - und andere Finanzdienstleister haben sich entschieden, ihr Geschäft in Deutschland auf- bzw. auszubauen - vornehmlich am Finanzplatz Frankfurt.

Mitteilung Bankenverband

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