Verheerender Chemiewaffen-Einsatz

Asselborn: Lage in Syrien erinnert ans tiefe Mittelalter

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Der luxemburgische Außenminister Jean Asselborn ist entsetzt über die aktuelle Lage in Syrien.  „Wir sind wieder im Mittelalter, im tiefen Mittelalter.“

Der luxemburgische Außenminister Jean Asselborn hat sich entsetzt über Berichte über einen Chemiewaffeneinsatz in der umkämpften Rebellenprovinz Ost-Ghuta gezeigt. In der Region werde gegen die elementarsten Regeln der Menschlichkeit verstoßen, sagte Asselborn am Montag am Rande eines EU-Außenministertreffens in Brüssel.

Es sei eine Schande, wie dort mit den Menschen umgegangen werde. „Wir sind wieder im Mittelalter, im tiefen Mittelalter“, sagte Asselborn. Es gebe „Gewalt, nur Gewalt“.

Asselborn forderte den Iran und Russland, aber auch die USA und die Türkei auf, ihre Möglichkeiten und ihren Einfluss zu nutzen, um die „Barbarei“ in Syrien zu stoppen. Die am Samstag verabschiedete Resolution des UN-Sicherheitsrats für eine Waffenruhe sehe ja keine Sanktionsmöglichkeiten vor, sagte Asselborn.

Die Berichte über einen Chemiewaffeneinsatz in Ost-Ghuta stammen von Aktivisten und Oppositionellen. Ihren Angaben zufolge soll bei einem Beschuss des Ortes Al-Schafuniah mit Chlorgas am Sonntagabend ein Kind ums Leben gekommen sein. 18 weitere Menschen seien verletzt worden. Für den Angriff werden von den Rebellen syrische Regierungstruppen verantwortlich gemacht.

dpa

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