Waffenproblematik in Amerika

Nach Las Vegas: Das waren die bisher schlimmsten Attentate in den USA

Nach der tödlichen Attacke auf ein Konzert in Las Vegas ist das Entsetzen und die Anteilnahme weltweit groß. Doch leider besitzen solche Meldungen aus den USA keinen Seltenheitswert mehr.

Las Vegas - Es trifft Schüler, Studenten, Besucher eines Nachtclubs oder - wie in Las Vegas - Konzertbesucher: Immer wieder werden Menschen bei Angriffen mit Schusswaffen in den USA getötet. Der jüngste Angriff auf das Open-Air-Konzert* mit dem Country-Sänger Jason Aldean in Las Vegas mit mehr als 50 Toten ist jedoch die blutigste Attacke der vergangenen drei Jahrzehnte.

"Pulse"-Club in Orlando (Florida), 49 Tote

Bei dem Angriff auf ein Nachtclub in Orlando starben knapp 50 Menschen. 

Der 29-jährige Omar Mateen, ein US-Bürger und Sohn afghanischer Einwanderer, eröffnet im Juni 2016 das Feuer auf die Gäste des Homosexuellen-Clubs "Pulse". Er tötet 49 Menschen und verletzt 68 weitere, bevor die Polizei ihn erschießt. 

Während der dreistündigen Geiselnahme bekannte sich der Täter in Anrufen bei der Polizei zur Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS), diese reklamierte anschließend die Tat für sich.

Virginia Tech in Blacksburg (Virginia), 32 Tote

Bei einem Amoklauf an der US-Hochschule Virginia Tech in Blacksburg erschießt ein 23-jähriger Student südkoeranischer Abstammung im April 2007 27 Studenten und fünf Lehrer, dann tötet er sich selbst.

Sandy Hook-Grundschule in Newtown (Connecticut), 26 Tote

Unendliche Trauer und Verzweiflung herrscht nach dem Amoklauf in Newtown.

Ein 20-jähriger Mann mit schweren psychischen Problemen schießt im Dezember 2012 in der Sandy Hook-Grundschule von Newtown um sich, er tötet 20 Kinder im Alter von sechs und sieben Jahren sowie sechs Erwachsene. Zuvor hatte er bereits seine Mutter getötet. Nach den Bluttaten nimmt er sich das Leben. 

Restaurant in Killeen (Texas), 22 Tote

Im Oktober 1991 rast ein Mann mit seinem Pick-Up-Truck durch die Frontscheibe eines Restaurants im texanischen Killeen. Anschließend feuert er dort um sich und tötet 22 Menschen, bevor er sich selbst erschießt.

Weihnachtsfeier in San Bernardino (Kalifornien), 14 Tote

Ein US-Bürger pakistanischer Abstammung und seine Frau erschießen im Dezember 2015 während einer Weihnachtsfeier seines Arbeitgebers in einem Behindertenzentrum im kalifornischen San Bernardino 14 Menschen, 22 weitere werden verletzt. Stunden später erschießt die Polizei die beiden Muslime. Sie hatten sich zuvor im Internet radikalisiert. 

Militärstützpunkt Fort Hood (Texas), 13 Tote

Ein Militärpsychiater eröffnet am November 2009 auf der US-Militärbasis Fort Hood in Texas das Feuer. Der Mann mit palästinensischen Wurzeln tötet 13 Menschen und verletzt 42, bevor er festgenommen wird.

Columbine High School in Littleton (Colorado), 13 Tote

Michael Moore, Regisseur des Films „Bowling for Columbine“.

Im April 1999 erschießen zwei schwarz gekleidete und vermummte Jugendliche an der Columbine High School in Littleton zwölf Mitschüler und einen Lehrer. Danach begehen sie Suizid. Dieses Massaker war für den US-Amerikanischen Filmemacher Michael Moore Anlass, seinen Film „Bowling for Columbine“ zu drehen. In ihm geht es um das amerikanische Verhältnis zu Waffen und den Einfluss der US-Waffenlobby auf das kulturelle und mediale Leben in den USA. Der Film wurde unter anderem mit dem Oscar ausgezeichnet.

Navy Yard in Washington, zwölf Tote

In einem Kommandozentrum der US-Marine in der Hauptstadt Washington eröffnet ein ehemaliger Reservist im September 2013 das Feuer und tötet zwölf Menschen, ehe er bei einem Schusswechsel mit der Polizei getötet wird. Er war wegen psychischer Probleme schon vorher aufgefallen.

Kino in Aurora (Colorado), zwölf Tote

In einem Kino in Aurora im US-Bundesstaat Colorado eröffnet ein 24-jähriger Mann während der Premiere des neuen "Batman"-Films im Juli 2012 das Feuer. Zwölf Menschen werden getötet und 70 verletzt. Der Amokläufer wird festgenommen und zu lebenslanger Haft verurteilt.

AFP

*merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerkes.

Rubriklistenbild: © AFP

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare