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WhatsApp: Hat es „Hacker“ Tobias Mathis auf die Daten der Nutzer abgesehen? 

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Ein Ausschnitt aus einem älteren WhatsApp-Kettenbrief. (Symbolbild)

Auf WhatsApp sorgt Tobias Mathis für Aufsehen. Wer ist der Mann? Ist er ein Hacker? Oder handelt es sich um einen Virus? Das steckt dahinter.

  • Ein neuer Kettenbrief kursiert auf dem Messenger WhatsApp
  • In dem Kettenbrief steht eine Warnung vor "Tobias Mathis" und der Telefonnummer 01719626509
  • Es ist nicht der erste Kettenbrief dieser Art für den Messenger

Es ist mal wieder geschehen: Bei dem Messenger WhatsApp ist ein neuer Kettenbrief aufgetaucht. In dem Brief wird vor einem "Tobias Mathis" gewarnt. Das macht einige WhatsApp-Nutzer nervös. Lesen Sie hier, was es damit auf sich hat.

WhatsApp: Möchte Tobias Mathis Daten stehlen?

Dem Kettenbrief zufolge sollen die Empfänger die Nachricht an ihre komplette Freundesliste weiterleiten. Sonst würde ein Hacker angeblich Daten von den Smartphones stehlen.

Der WhatsApp-Kettenbrief im Wortlaut: "DRINGEND!!!! Sag bitte allen Leuten in deiner WhatsUp-Liste, dass sie den Kontakt "Tobias Mathis" nicht annehmen sollen! Das ist ein Virus (über WhatsUp) der die ganze Festplatte zerstört und sich die Daten runter zieht. Wenn ihn einer deiner Kontakte erwischt, bist du auch betroffen, weil er sich durch die Liste frisst! Wenn dich die Nummer 01719626509 anruft, nimm ja nicht ab! Ist ein Hacker und es werden auch all deine Kontakte betroffen sein! Es ist heute morgen auch von EUROP1 und SAT1 bestätigt worden! Weiterleiten!!"

WhatsApp: Tobias Mathis Vorgänger 

Doch Tobias Mathis ist offenbar nicht der einzige Name, der über WhatsApp kursiert. Auch "Anouk Theiler", "Ute Christoph" und weitere Namen tauchen immer wieder auf.

Fest steht: der Kettenbrief reiht sich in eine bekannte Liste ein. Schon im Jahr 2017, also vor drei Jahren, wurde vor Hackern gewarnt. Damals war es allerdings nicht Tobias Mathis, sondern Ute Lehr. Auch dieser Brief warnte vor einem Daten-Klau.

WhatsApp: Tobias Mathis - unsere Tipps

Wer schon Angst bekommen hat, kann erst einmal durchatmen. Denn: 

  • Technisch ist es nicht möglich, gehackt zu werden, wenn man einen Kontakt im Telefonbuch seines   Smartphones abspeichert 
  • Dafür müsste man schon eine Nachricht bzw. einen Datensatz erhalten, die mit einem Virus infiziert ist 
  • Diese müsste der Empfänger auch öffnen

Darauf weist mimikama ausdrücklich hin. Außerdem ist die Bestätigung von SAT1 und EUROP1 laut Heise erfunden. Auch ist im Brief die Rede von "WhatsUp", nicht von WhatsApp. Mindestens ein Rechtschreibfehler. Zu guter Letzt: Smartphones haben keine Festplatte, sondern einen internen Speicher. Somit handelt es sich bei dem Kettenbrief und der Warnung eindeutig um einen Fake

Trotz des Fakes sollten WhatsApp-Nutzer nur mit Menschen chatten, die sie kennen oder die vertrauenswürdig sind. Falls jemand in der Familie oder im Freundeskreis an einen Kettenbrief glaubt, hilft es, den verunsicherten Absender freundlich darauf hinzuweisen, dass an der vermeintlichen Warnung nichts dran ist.  

Von Moritz Serif 

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