Italien, Kroatien, Österreich

Gefahr auf beliebten Strecken in den Urlaub: Vor diesen Tunneln warnt der ADAC

Der Gleinalm-Tunnel in Österreich ist einer der Testsieger beim ADAC für die Reise in den Urlaub 2020.
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Der Gleinalm-Tunnel in Österreich ist einer der Testsieger beim ADAC für die Reise in den Urlaub 2020.

Ab Freitag (26. Juni) sind zahlreiche Reisende unterwegs in den Urlaub. Doch laut des ADAC haben besonders die Tunnel auf oft genutzten Strecken große Mängel.

  • Der ADAC hat zum Start der Sommerferien 16 Tunnel auf beliebten Strecken in den Urlaub getestet.
  • Die Ergebnisse vom Test des ADAC sind zum Teil erschreckend für die Autofahrer.
  • Bei der Nutzung der Tunnel in Italien kann sogar Lebensgefahr für die Reisenden im Auto bestehen.

Dortmund/ NRW - Wegen des Coronavirus entscheiden sich zahlreiche Reisende bei ihrem Urlaub 2020 für die südlichen Länder in Europa. Doch ein ADAC-Test zeigt nun, dass einige Tunnel sogar lebensgefährlich sein können. RUHR24.de* verrät, welche das sind.

Unternehmen

ADAC

Hauptstandort

München

Mitglieder

21.205.353 (Ende 2019)

Vorsitz

August Markl

Rechtsform

eingetragener Verein

Gründer

Hans, Cartographer

Tochterunternehmen

ADAC Finanzdienste GmbH

Urlaub 2020: ADAC warnt in Test vor Tunnel in Italien - Österreich ist Testsieger

Auf dem Weg mit dem Auto in den Urlaub 2020 kommt es nicht nur auf Autobahnen zu Stau, sondern auch innerhalb von Unterführungen. Doch dabei sollte laut dem ADAC Vorsicht geboten sein. Beim Test von 16 Tunneln auf besonders häufig genutzten Routen in Italien, Österreich und Kroatien fiel die Hälfte davon durch. Sie erfüllen die "Mindestanforderungen der Europäischen Union für Sicherheit in europäischen Straßentunneln nicht", schreibt das Unternehmen in online einer Pressemitteilung.

Dabei ist vor allem in Italien die fehlende Sicherheit ein großes Problem. Dort gab es in dem unangekündigten Test erhebliche Mängel, besonders im Bereich "Ereignisbeherrschung und Selbstrettung". Deshalb konnte kein Tunnel die offiziellen Mindestanforderungen erfüllen. Zumindest teilweise überzeugt hat der inspizierte Tunnel Allocco. Er erfüllt die Vorgaben teilweise. 

ADAC-Test zum Start vom Urlaub 2020: Vorsicht bei Durchfahrt von Tunnel in Italien

Komplett durchgefallen in der Überprüfung des ADAC sind hingegen die beiden Tunnel Giovi und Les Cretes. Erschreckend, denn sie haben am schlechtesten abgeschnitten, da sie in keiner der drei Kategorien den baulichen und technischen Vorgaben der EU-Richtlinie entsprechen. Hier ist daher besondere Vorsicht geboten.

Trotzdem sollten sich Reisende nicht von einem Urlaub in Südeuropa abschrecken lassen. Laut dem ADAC sind in Italien die Chancen auf Camping im Vergleich zu Deutschland noch sehr hoch. Viele Campingplätze haben sich bereits auf die Gäste eingestellt und bieten spezielle Maßnahmen, Regeln und Vorkehrungen zum Schutz vor dem Coronavirus.

Im Video: ADAC -Test von Campingplätzen

ADAC-Test: Ab in den Urlaub! Tunnel in Österreich sind Testsieger

Nicht ganz so schlimm wie in Italien haben die Tunnel in Kroatien abgeschnitten. Doch bei der Unterführung Ucka gibt es einige Kritik vom ADAC. Sehr gefährlich wird es hier, sobald Autofahrer auf dem Weg in den Urlaub eine Panne haben. Denn die Pannenbuchten sind dort laut dem Test mit 1,75 Kilometer statt einem Kilometer zu weit voneinander entfernt. Problematisch wird es auch bei einem Unfall, denn es fehlen Notausgänge. Dazu seien die externen Zugänge für Rettungskräfte Mangelware bei dem Tunnel in Kroatien.

Der ADAC-Test zeigt, dass die Tunnel in Österreich sicherer sind für die Reise in den Urlaub 2020 als die Tunnel in Italien.

Deutlich am besten abgeschnitten haben die Tunnel in Österreich bei dem Test des ADAC. Im Gegensatz zu Italien und Kroatien erfüllen dort alle getesteten Strecken die Mindestanforderungen der EU. Das liege vor allem daran, dass Österreich in den vergangenen 20 Jahren insgesamt rund 5,6 Milliarden Euro investiert hat, um die Sicherheit von Tunneln zu verbessern. Doch auch hier ist Vorsicht geboten. Denn vor allem zum Start der Sommerferien rechnet der ADAC hier mit besonders viel Stau*.

Die Tester des ADAC erfassten vom 24. Februar bis 6. März "die sichtbaren baulichen Gegebenheiten und Ausstattungen der Tunnel" durch mehrmalige Durchfahrten. Dabei konnten die Experten mithilfe eines speziell präparierten Fahrzeugs neben Sichtprüfungen auch Abstandsmessungen durchführen. In der anschließenden Auswertung wurden die erfassten Ergebnisse in die drei Kategorien Prävention, Selbstrettung und Ereignisbeherrschung unterteilt. *RUHR24.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks.

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