Erschreckende Ergebnisse

Stiftung Warentest warnt: Dieses Futter ist eine Gefahr für Katze und Hund

Test: Stiftung Warentest mit erschreckenden Ergebnissen bei Tierfutter für Hund und Katze - Es drohen schwere gesundheitliche Schäden. Die Vierbeiner sollten dieses Futter keinesfalls fressen.

  • Stiftung Warentest* testet Futter für Hunde und Katzen
  • Bei den Tests von Stiftung Warentest fallen immer wieder Futter-Sorten durch
  • In vielen Futter-Sorten für Tiere wurden schädliche Inhaltsstoffe gefunden

Kassel - Hund und Katze sollen gesund sein. Für ihr Haustier wollen Besitzer oft nur das Beste. Gerade wenn es ums Futter geht, scheuen Verbraucher deshalb keine Kosten. Doch in vielen vermeintlich guten Produkten befinden sich Inhaltsstoffe, die schädlich für Hund und Katze sein können. 

Stiftung Warentest hat Futter für Hunde und Katzen getestet. Viele Produkte wurden im Test mit „mangelhaft“ bewertet. Daher sollten Haustier-Besitzer vorsichtig bei der Auswahl des Futters sein.

Futter für Hund und Katze gibt es in allen Farben und Formen - ob nass oder trocken, aus der Dose oder selbst gemacht. Der Test von Stiftung Warentest deckt gravierende Mängel auf.

Test für Futter von Hund und Katze: Stiftung Warentest warnt - Vorsicht bei der Auswahl

Die Meinungen über das richtige Futter für Hund und Katze gehen stark auseinander. Einige Hundebesitzer ernähren ihren Hund ausschließlich mit Rohfutter - mit sogenannten Barf-Produkten (biologisches, artgerechtes Rohfutter) - andere setzen auf Trocken- oder Nassfutter. Stiftung Warentest hat beide Sorten unter die Lupe genommen. 

Test für Futter von Hund und Katze: Stiftung Warentest prüft Vorwürfe 

Doch auch die Rohfütterung kann Tiere krank machen. Der Test zeigt: In mehreren Barf-Menüs für Hunde wies Stiftung Warentest eine hohe Keimbelastungen nach. 

Um Hund oder Katze ausgewogen und gesund zu ernähren, gibt es einige Grundregeln. Denn oft sind in Tierfutter günstige Füllstoffe, die schädlich für das Haustier sein können. 

Der Füllstoff, der am häufigsten in Futter für Hund und Katze zu finden ist, ist Getreide. In einigen Tierfutter-Sorten ist ein Getreide-Anteil von bis zu 90 Prozent*, berichtet ruhr24.

Test für Futter von Hund und Katze bei Stiftung Warentest : Das sind die Folgen

Das könne Übergewicht, Diabetes, Entzündungen des Verdauungstraktes und Verhaltensstörungen zur Folge haben. „Der Anteil der Hunde, die auf Dauer Probleme mit Gluten bekommen, ist relativ hoch,“ sagt Joachim von Menges, Geschäfts­führer von Dr. Alder‘s, in einem Beitrag von Stiftung Warentest

Laut Stiftung Warentest ist Getreide jedoch auch ein wichtiger Kohlenhydratlieferant. Bei Katzen kann ein zu hoher Anteil von Getreide im Futter problematisch sein, denn das Sättigungsgefühl wird gestört, so ruhr24. Die Folge sei Übergewicht.

Übergewicht kann Katzen krank machen, dabei ist auch die Empfohlene Futtermenge von Bedeutung. „Wenn zu viel Futter empfohlen wird, werden die Katzen fett, was im Alter Diabetes, Herz-Kreislauf-Probleme und Gelenkbeschwerden verursachen kann“, schreibt Stiftung Warentest.

Tierfutter bei Stiftung Warentest: Manche Sorten können gefährliche Inhaltsstoffe enthalten. Diese können Hund und Katze sogar krank machen.

Test für Futter von Hund und Katze im Test bei Stiftung Warentest : Oft Verwendung von Schlachtabfällen

Ein weiterer Füllstoff, der schädlich für Hund und Katze sein kann, sind Schlachtabfälle. Bei der Verwendung von Schlachtresten haben Hersteller einen großen Spielraum, schreibt Stiftung Warentest. Schlachtabfälle der Kategorie 3 dürfen von Herstellern verwendet werden, dazu gehören zum Beispiel Schweineborsten.

Die Verarbeitung von kranken Tieren, Magen-Darm-Inhalten und Küchen­abfällen ist hingegen verboten. Denn sie können für Hund und Katze schädlich sein. Über die Verwendung von Tiermehl, können bedenkliche Schlachtabfälle jedoch ins Tierfutter gelangen. 

Futter für Hund und Katze im Test: Stiftung Warentest mahnt - Das ist schlecht für Mieze und Bello

Weitere Inhaltsstoffe, die schlecht für Hund und Katze sein können, sind Geschmacksverstärker und Lockstoffe. Glutamat, das auch Tierfutter als Geschmacksverstärker zugesetzt wird, führt bei Ratten zu Gefräßigkeit, fand eine Studie der Uni Kiel heraus.

Bei der Auswahl des richtigen Futters für Hund und Katze ist es wichtig, auf die Inhaltsstoffe zu achten. Helfen können dabei auch die Test-Ergebnisse von Stiftung Warentest

Stiftung Warentest hat Futter für Hunde und Katzen getestet. Viele Produkte sind durchgefallen.

Futter für Hund und Katze im Test bei Stiftung Warentest : Große Unterschiede beim Preis 

Bei Hundefutter gibt es große Unterschiede beim Preis. Zum Teil ist Premium-Futter teurer als manche Fleisch- und Wurstsorten*. Das hat jedoch nicht unbedingt den größten Einfluss auf die Qualität: Zu den Testsiegern gehörten auch günstige Produkte

Beim Katzenfutter-Test von Stiftung Warentest stimmte bei fast jedem dritten Futter der Nährstoff-Mix nicht. In einigen Futter-Sorten war zu viel Phosphor, Natrium oder Kalzium. Auch einige günstige Katzenfutter-Sorten schnitten im Test von Stiftung Warentest* gut ab. 

Die Kosten spielen für Haustier-Besitzer bei der Auswahl wohl keine Rolle: Der Gesamtumsatz der deutschen Heimtierbranche lag 2019 bei 5,2 Milliarden Euro, berichtet der Industrieverband Heimtierbedarf (IVH)*. Für Fertignahrung lag der Umsatz 2019 bei 3,3 Milliarden Euro. (Von Sarah Neumeyer)

Stiftung Warentest untersucht im Test auch andere Produkte

Überraschendes Ergebnis bei Stiftung Warentest, nur jedes dritte E-Bike* kann im Test überzeugen. Dieses Jahr wurden 12 E-Bikes unter die Lupe genommen. *hna.de und ruhr24.de sind Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetwerkes.

Rubriklistenbild: © Ina Fassbender

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