Drohne bringt Bestellung

Amazon testet Liefer-Revolution: Pakete bald in 30 Minuten da?

Jeff Bezos geht auf eine Bühne mit dem Firmenlogo von Amazon im Hintergrund
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Amazon will Kunden schon bald per Drohne beliefern.

Was die Schnelligkeit bei der Zustellung von Paketen betrifft, ist Amazon bereits jetzt spitze. Mit Drohnen soll es künftig noch viel flotter gehen. Hierzu ist ein weiterer wichtiger Schritt gemacht.

  • Amazon will Kunden künftig mit Drohnen beliefern.
  • Die Fluggeräte sollen Pakete nach 30 Minuten abliefern.
  • Der Online-Versandhändler darf nun mit Tests beginnen.

Las Vegas/München - Amazon gehört zur absoluten Spitzenklasse, was Schnelligkeit bei der Zustellung angeht. Prime-Kunden erhalten ihre Bestellung am folgenden Tag. Doch auch „normale“ Kunden des Versandhändlers erhalten die Pakete nicht selten bereits vor dem angegebenen Zustellungsdatum.

Doch Amazon will noch einen drauflegen. Jeff Bezos* ist nicht nur der Chef, sondern auch ein Visionär. Schon seit vielen Jahren schwebt ihm vor, Pakete nicht per Fahrzeug zuzustellen, sondern mit einer Drohne. Diese soll innerhalb kürzester Zeit die Lieferung zum Kunden bringen.

Amazon will Kunden Pakete per Drohne liefern

2013 hatte Bezos, der mit einer Giga-Spende für den Kampf gegen den Klimawandel für Aufsehen gesorgt hatte, gesagt, dass der Konzern an eigenen Fluggeräten arbeite. Viele hielten diese Meldung für eine gezielte PR-Aktion. Doch 2016 stellte er dann den Prototypen einer Lieferdrohne vor. Bei Twitter hatte er verkündet, dass ein Kunde in Großbritannien gerade einmal 13 Minuten nach der Bestellung die Ware erhalten hatte. Weitere Modelle wurden in der Folge präsentiert.

Spätestens jetzt weiß man, dass Bezos es tatsächlich ernst meint. Der Online-Riese will beginnen, die Zustellung per Drohe zu testen. Von der US-Luftfahrbehörde FAA gab es dafür jetzt grünes Licht. Das teilte Amazon auf der Tech-Konferenz in Las Vegas mit. Das neue Fluggerät stellte Amazon-Manager Jeff Wilke vor. „Prime Air“ heißt die vollelektrische und vollautomatische Drohne.

Auf eine Neuerung bei Microsoft sind dagegen viele Nutzer derzeit nicht gut zu sprechen: das Auto-Update zum Dienst Edge.

Zustellung per Drohne: Amazon darf mit Tests beginnen

Sie soll einen Radius von 24 Kilometer bedienen und bis zu 2,3 Kilogramm schwere Pakete tragen können. Die Zustellung soll innerhalb von 30 Minuten erfolgen. Zunächst solle kleinere Haushaltsartikel wie Rasierer oder Zahnpasta ausgeliefert werden. Eines blieb Wilke allerdings schuldig: wo der „Prime Air“-Service starten soll.

Amazon, das wegen des Coronavirus Probleme mit der hohen Nachfrage hatte, schränkte bei der Konferenz ein, dass es noch dauern werde, bis Lieferungen per Drohne zum Alltag gehören. Dazu müssten noch einige Hürden genommen werden. So muss die FAA noch grundsätzliche Regeln für automatisierte Drohnenflüge definieren, wie etwa Grenzwerte für Lärm. Auch existiert noch kein adäquates System zur Überwachung des Flugraums. Drohnen sind in geringer Höhe unterwegs. (mt) *Merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

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