Australian Open

Williams jagt 24. Grand-Slam-Titel - Karazew im Halbfinale

Serena Williams
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Hat weiter die Chance auf ihren 24. Titel bei einem Grand-Slam-Turnier: Serena Williams.

Serena Williams ist nach dem überzeugenden Halbfinal-Einzug bei den Australian Open der Einstellung eines Grand-Slam-Rekordes wieder näher gerückt. Nun wartet allerdings erneut eine schwere Gegnerin. Auch Qualifikant Aslan Karazew stellt eine Bestmarke auf.

Melbourne (dpa) - Serena Williams ist der Einstellung des bedeutendsten Grand-Slam-Rekordes wieder ein Stück näher gekommen. Die langjährige Tennis-Weltranglisten-Erste zog mit einem beeindruckenden 6:3, 6:3 über Simona Halep aus Rumänien zum neunten Mal in das Halbfinale der Australian Open ein.

Williams hat damit weiter die Chance auf ihren 24. Titel bei einem der vier wichtigsten Turniere. Die 39-Jährige Amerikanerin gewann zuletzt 2017 in Melbourne ein Grand-Slam-Turnier und jagt seitdem den Allzeit-Rekord der Australierin Margaret Court, die wegen schwulen- und lesbenfeindlicher Äußerungen umstritten ist.

«Das war das beste Match, das ich in diesem Turnier bisher gespielt habe. Ich wusste, dass ich mich steigern musste», sagte Serena Williams nach ihrem Erfolg über Ex-Finalistin Halep. Nur zu Beginn des zweiten Satzes machte die siebenmalige Australien-Siegerin eine kleine Schwächephase durch, dann dominierte sie mit ihrem immer noch kraftvollen Tennis die Weltranglisten-Zweite.

Im Semifinale am 18. Februar trifft Serena Williams auf Naomi Osaka. Die Melbourne-Siegerin von 2019 setzte sich mit 6:2, 6:2 gegen Hsieh Su-Wei aus Taiwan durch. In nur 66 Minuten entschied die 23 Jahre alte Japanerin ihre Partie gegen die zwölf Jahre ältere Hsieh Su-Wei aus Taiwan mit 6:2, 6:2 für sich. «Sie ist so eine starke Spielerin und eine Inspiration auch außerhalb des Platzes», sagte Williams über Osaka, der sie 2018 im US-Open-Endspiel unterlag.

In den Viertelfinals am Tag davor stehen sich die Weltranglisten-Erste Ashleigh Barty aus Australien und die Tschechin Karolina Muchova sowie die Amerikanerinnen Jessica Pegula und die vom Deutschen Michael Geserer trainierte Jennifer Brady gegenüber.

«Normalerweise schaue ich nie auf mein Tableau, aber jeder hat mich darauf angesprochen. Also hatte ich keine andere Wahl als zu wissen, wer meine nächste Gegnerin sein wird», sagte die Weltranglisten-Dritte Osaka nach ihrem 19. Erfolg nacheinander. «Wer auch immer es sein wird, ich freue mich drauf.» Hsieh Su-Wei durfte sich dennoch über einen Rekord freuen: Mit 35 Jahren ist sie der älteste Tennisprofi bei Damen und Herren, der in diesem Alter seine Premiere in einem Grand-Slam-Viertelfinale feierte.

Auch Aslan Karazew schaffte bislang Einmaliges. Als erster Spieler in der Geschichte des Profitennis erreichte der Russe bei seinem Grand-Slam-Debüt das Halbfinale. Der 27 Jahre alte Qualifikant aus Russland gewann gegen den angeschlagenen Bulgaren Grigor Dimitrow 2:6, 6:4, 6:1, 6:2. Damit kämpft die Nummer 114 der Weltrangliste völlig überraschend am Donnerstag gegen den Hamburger Alexander Zverev oder Titelverteidiger Novak Djokovic aus Serbien um den Einzug in das Endspiel. «Ich habe um die 200 Whats-App-Nachrichten bekommen, und es werden sich noch mehr», erzählte Karazew, der schon in Israel, dem westfälischen Halle und Barcelona gelebt und trainiert hat.

Erst über die Qualifikation, die wegen der Coronavirus-Pandemie und der strengen Einreisebestimmungen nach Australien in Doha ausgespielt wurde, hatte er sich einen Platz im Hauptfeld gesichert. Nun ist er der in der Weltrangliste am niedrigsten notierte Spieler im Halbfinale von Melbourne seit Patrick McEnroe im Jahr 1991 und im Halbfinale eines Grand Slams seit Goran Ivanisevic 2001 in Wimbledon.

Dimitrow war nach einer Blockade im Training durch Rückenschmerzen gehandicapt und konnte sich gegen Ende der Partie nur noch mit Mühe über den Platz bewegen. «Vor dem Match konnte ich mir meine Socken nicht anziehen», berichtete der Weltranglisten-21. nach der 2:32 Stunden langen Partie.

© dpa-infocom, dpa:210216-99-457258/6

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Überraschend im Halbfinale: Aslan Karazew in Aktion.
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