Delegiertentagung des SSV Alfeld in Elze / Intensive Nachwuchs-Arbeit

„Zufriedenstellendes Jahr“

Die Delegierten der 27 Vereine des Sportschützenverbandes Alfeld treffen sich in der Elzer Schulaula zu ihrer Jahrestagung.

ELZE Wieder einmal trafen sich die Delegierten der 27 Vereine des Sportschützenverbandes Alfeld zu ihrer Jahrestagung in der Astrid-Lindgren-Schule in Elze. Mit Kaffee, Kuchen und belegten Brötchen wurden die Teilnehmer vom Gastgeber, dem Schützenclub Elze, verwöhnt. Für den musikalischen Rahmen sorgten die Mühlenfeldmusikanten unter der Leitung von Albert Fischer.

Nach dem feierlichen Einmarsch der Fahnenträger zur Eröffnung begrüßte Verbandsvorsitzender Rudi Schatz die Delegierten. Nach den Grußworten der Gäste und des Gastgebers Klaus Knoke gab der Verbandsvositzende Rudi Schatz seinen Jahresbericht. Als zufriedenstellend bezeichnete er das Sportjahr 2012. Eine ständige Sorge ist, wie in vielen anderen Vereinen und Verbänden auch, die rückläufige Mitgliederentwicklung sowie die Altersstruktur. Ein leichter Anstieg der Mitgliederzahl bei Jugendlichen kann das nicht ausgleichen. Durch zunehmende Ganztagsbeschulung und neue Trendsportarten werden die Probleme nicht kleiner.

Die Schützen jedenfalls tun mit gut ausgebildeten Trainern alles für den Nachwuchs. So konnten die Jugendtrainer Ina Dröge, Corinna Klingebiel und Uwe Klingebiel die Licht- und Luftgewehr-Jungschützen über die Verbandsmeisterschaften zu den Landesmeisterschaften und mit Lara Wiechers vom Schützenverein Barfelde sogar bis zur Deutschen Meisterschaft führen. Mit Dana Klingebiel vom SV Barfelde ist eine Schülerin in den Landeskader berufen worden.

Die Zusammenarbeit der Verbände Alfeld und Hildesheim-Marienburg wurde mit Vergleichsschießen der Jugend und der Vorderladerschützen unterstrichen.

Die Werbung für den Schießsport hat hohen Stellenwert. Bei Ferienpassaktionen, Familientag im Schützenhaus, Leineberglandmesse „AlfeldSports“ oder der bundesweiten Aktion „Ziel im Visier“ des Deutschen Schützenbundes sind die Sportschützen präsent.

Weitere Sorgen brachte der Verbandsvorsitzende zur Sprache. Müssen sich die Schützen mit der ständigen Verschärfung des Waffenrechtes auseinandersetzen, folgt nun der nächste Coup: Vom Deutschen Schützenbund gut ausgebildete Schießstandsachverständige müssen die Überprüfung der Schießstände an die IHK abgeben. Eine erhebliche Kostensteigerung für die Vereine ist die Folge.

Politiker sprechen oft lobende Worte über Vereine und das Ehrenamt. Was diese Worte manchmal wert sind, zeigt das Beispiel Schützengilde Föhrste. Die durch Brandstiftung vernichtete Sporthalle mit Schießstand wird aufgrund angeblicher Mehrkosten von 600 000 Euro ohne Schützendomizil wieder aufgebaut. Ein Schießstand in dieser Größenordnung, zumal noch integriert in den Hallenneubau, ist aber weit und breit nicht zu finden.

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