HC Eintracht Hildesheim gewinnt Derby im Schlussspurt gegen HSV Hannover mit 30:24

Weiter klar auf Kurs Aufstiegsrunde

Starker Rückhalt: Leon Krka kommt in der Schlussviertelstunde ins Tor und wehrt einen Siebenmeter von Florian Schenker ab.
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Starker Rückhalt: Leon Krka kommt in der Schlussviertelstunde ins Tor und wehrt einen Siebenmeter von Florian Schenker ab.

Hildesheim – Der HC Eintracht Hildesheim bleibt in der Staffel C der 3. Handball-Bundesliga weiter klar auf Kurs Aufstiegsrunde. Die Hildesheimer gewannen das Derby gegen den HSV Hannover am Sonntag in der heimischen Volksbank Arena vor 690 Zuschauern mit 30:24. Bis in die Schlussphase hatte sich die Mannschaft um Trainer Robin John nicht endgültig abschütteln lassen, erst in den Schlussminuten wurde das Ergebnis klarer. Nach der ersten Hälfte hatten die Gastgeber mit 16:12 geführt, lediglich in der Anfangsphase hatten die Gäste knapp geführt. 

Die Corona-bedingten Rahmenbedingungen mit der 2 G- plus-Regel sowie die Ausfälle der drei Stammspieler Sören Kress, Moritz Schade und Rene Gruszka hatten im Vorfeld des Derbys dafür gesorgt, dass die richtige Stimmung in den Tagen vorher nicht aufkommen wollte. Zudem hatte Antonio Sario nicht voll trainieren können, Trainer Jürgen Bätjer war also wieder zum Improvisieren gezwungen. Er ließ mit Jonas Richardt, Lukas Schieb und Marko Matic im Rückraum beginnen, schickte in der Abwehr zunächst Eimantas Grimuta neben Matic und Richardt ins Abwehrzentrum. Im Tor begann Konstantin Madert, der in den letzten Spielen starke Form bewiesen hatte. In der Anfangsphase bekamen beide Torhüter kaum einen Ball zu alten, der HSV führte zunächst jeweils knapp. Erst beim 5:4 in der siebten Minute bejubelten die Fans die erste Führung ihrer Mannschaft, Lothar von Hermanni hatte einen Gegenstoß erfolgreich abgeschlossen. Die Führung wechselte bis zur Schlusssirene nicht mehr. In der Defensive der Hildesheimer stimmte die Abstimmung nicht immer, die Hannoveraner nutzten das zu einfachen Treffern aus dem Rückraum. Im Angriff lief es phasenweise gut im Hildesheimer Team, Kay Behnke und Lothar von Hermanni wurden zu stärksten Werfern ihrer Mannschaft, die sich kontinuierlich weiter absetzen konnte, ohne eine Vorentscheidung zu schaffen. Als es HSV-Coach John mit dem siebten Feldspieler versuchte, gelang HC-Keeper Konstantin Madert das 14:11 mit einem Wurf über das gesamte Feld, Behnke legte zum 15:11 nach. Die 16:12 Halbzeitführung sorgte auf Seiten der Eintracht nicht für große Sicherheit. 

Zudem verpassten es die Hildesheimer, ihre Führung klarer zu gestalten, als sie einige klare Torchancen liegen ließen. So kämpfte sich der HSV wieder heran, war beim 18:20 wieder in Schlagdistanz. Kay Behnke, der den erkrankten Gruszka erneut gut vertrat, legte zum 21:18 vor, Trainer Bätjer stellte in der Abwehr um und brachte Jan Winkler für den etwas überforderten Eimantas Grimuta. Im Tor kam in der Schlussviertelstunde Leon Krka zum Einsatz. Als Lukas Schieb eine Pause bekam, zeigte Jakub Tonar, was er kann. Der Tscheche erzielte vier Tore, vornehmlich in der Schlussphase, in der die Einträchtler nichts mehr anbrennen ließen. Am Ende gelang ein letztlich klarer Erfolg, der die Bilanz auf 20:2 Punkte schraubte. Der TuS Vinnhorst hatte große Mühe, beim Northeimer HC am Ende knapp mit 29:28 zu gewinnen. Nach Minuspunkten bleiben die Hildesheimer an der Tabellenspitze, haben jedoch drei Spiele weniger als die Hannoveraner ausgetragen. 

Am Sonntag haben die Bätjer-Schützlinge erneut Heimrecht, wenn der Northeimer HC in der Volksbank-Arena erwartet wird. mab 

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