TSV Deinsen ist heute beim Lotto-Cup in Alfeld klarer Außenseiter

„Vielleicht gelingt uns ja eine Überraschung“

Für die SV Alfeld war im vergangenen Jahr nach zwei Niederlagen Schluss, hier beim 1:2 gegen Northeim. Das Team von Christoph Hasselbach plagt sich heute mit Personalsorgen herum.

Alfeld Die Vorbereitungen sind abgeschlossen, jetzt kann der Ball rollen: In der 17. Auflage wird heute das Hallenfußballturnier um den Lotto-Cup in der Alfelder BBS-Halle ausgetragen und dem Veranstalter TSV Warzen ist es wieder gelungen, ein hochkarätiges Teilnehmerfeld auf die Beine zu stellen. Zwölf Teams von der Regional- bis zur Bezirksliga spielen um den großen Pott.

Bereits am Mittwochabend war das Team in der Halle im Einsatz, um die Rundumbande aufzubauen, einen Tag früher als sonst. Das lag daran, dass sich die Schule entschlossen hatte, den BBS-Cup erstmals an zwei Tagen auszutragen. Für das routinierte Team um den Vorsitzenden Detlef Schwarz und Turnierleiter Uwe Möhle kein Problem: „Es ist alles gut gelaufen. Wir waren voll im Zeitplan. Es kann losgehen.“ Der Vorverkauf sei gut gelaufen und habe in den letzten Tagen noch einmal deutlich angezogen. Karten gibt es noch an der Abendkasse. Wer dabei sein möchte, sollte aber zeitig in Alfeld sein, denn in den vergangenen Jahren war der Lotto-Cup immer ausverkauft.

In diesem Jahr hat der TSV eine Änderung im Turniermodus vorgenommen. Sollten das Spiel um Platz 3 und das Finale nach der regulären Spielzeit noch nicht entschieden sein, wird es eine Verlängerung um fünf Minuten geben. Sollte es dann noch immer Unentschieden stehen, wird ein Neunmeterschießen ausgetragen.

Der erste Anpfiff erfolgt um 17.30 Uhr, dann trifft der TSV Deinsen auf den 1. FC Germania Egestorf/Langreder. Gegen den Oberligisten musste sich das Team von Martin Kahl nach einer guten Leistung im vergangenen Jahr nur knapp mit 1:2 geschlagen geben. Gegen den VfL Bückeburg spielte der TSV Unentschieden, so dass er den Einzug in das Viertelfinale knapp verpasste. Im zweiten Spiel trifft der Alfelder Rekordteilnehmer auf den Goslarer SC 08, der in der Regionalliga auf Platz 3 rangiert. „Das sind natürlich zwei ganz dicke Brocken und wir sind als Bezirksligist krasser Außenseiter. Aber wie haben uns beim Evi-Cup gegen höherklassige Teams gut verkauft und wollen daran anknüpfen. Vielleicht gelingt uns ja eine Überraschung“, sagt Deinsens Trainer Martin Kahl, der mit einem ähnlichen Aufgebot wie in Hildesheim auflaufen wird, sprich in Alfeld auf ein „junges Team mit vielen Eigengewächsen“ setzt. Und natürlich werden auch wieder viele Anhänger des TSV nach Alfeld reisen, um ihrem Team lautstark den Rücken zu stärken.

Auch Christoph Hasselbach steht mit dem TSV Havelse und VfL Bückeburg vor zwei schweren Aufgaben und sieht sein Team in der Rolle des Außenseiters. Aber natürlich möchte sich die SV Alfeld in eigener Halle „so teuer wie möglich verkaufen“. Allerdings plagen den Landesligisten einige Personelsorgen, verletzungsbedingt kann der Trainer heute nicht die Bestbesetzung auflaufen lassen. „Natürlich spielen wir gerne beim Lotto-Cup mit und freuen uns auf dieses tolle Turnier, aber im Blickpunkt liegt die Landesliga und da wollen wir keine weiteren Verletzungen riskieren. Spieler, die angeschlagen sind, werden geschont. Aber wir wollen uns so teuer wie möglich verkaufen.“

Erstmals und nur für dieses Turnier trifft eine Spielgemeinschaft aus den Bezirksligisten TuSpo Lamspringe und MTV Almstedt in der Gruppe C auf den Landesligisten und Finalisten 2013, den SV Ramlingen/Ehlershausen und den Titelverteidiger aus der Regionalliga Nord, den BSV Schwarz-Weiß Rehden. Anfang August schieden die Rehdener in der 1. Runde des DFB-Pokals gegen den FC Bayern München, mit einem respektablen Ergebnis aus.

Der Lotto-Cup hat in den vergangenen Jahren bewiesen, dass es immer wieder Überraschungen gibt und die sogenannten „Kleinen“ die „Großen“ auch mächtig ärgern können. Uwe Möhle macht den Reiz des Turniers deutlich: „In der Halle ist alles möglich.“ ey

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