Ursachenforschung bei Hannover 96 nach der Niederlage in Würzburg

„Uns ist der Sprit ausgegangen”

Hannover – Klassischer Fall von Irrtum! Sky-Experte Torsten Mattuschka (früher Profi bei Union Berlin) stufte Hannover 96 vor der Saison als ganz oben im Regal ein, die Würzburger Kickers dagegen sinnbildlich auf dem Grabbeltisch. Nun kam am Sonntag wieder mal alles ganz anders. Pech für „Tusche“!

Gerhard Zuber, hier mit Würzburg-Trainer Bernhard Trares, sieht die Länderspielabstellungen als eine Ursache.

Drei Siege zuhause, ein Remis zuhause gegen Aue, aber vier Auswärtspleiten – das ist die enttäuschende Zwischenbilanz der „Roten“! Hannovers österreichischem Sportchef Gerhard Zuber fiel nach der Blamage beim Tabellenletzten Würzburg, der nach 24 Spielen das erst Mal wieder zuhause gewann, nichts Besseres ein, als die sechs Länderspiel-Abstellungen während der vorherigen zehn Tage als einen Grund für das Debakel anzuführen. Darauf kann sich jeder selbst seinen Reim machen. „Uns ist in der zweiten Halbzeit der Sprit ausgegangen. Wir waren müde, hatten keinen Zugriff“, beklagte Zuber weiter. „Wir kriegen das Spiel auswärts nicht so dominant durch wie zuhause.“ Auch die Beteuerungen der Verantwortlichen um Trainer Kenan Kocak, der wegen eines Hexenschusses im Würzburger Teamhotel bleiben musste und von den beiden Co-Trainern Serhat Umar und Asif Saric vertreten wurde, die 96er hätten Qualität und Potenzial, wirken derzeit allzu aufgesetzt. Von diesen Eigenschaften ist bei den 96ern zumindest derzeit wenig bis gar nichts zu sehen. Das liegt zuallerletzt aber an den personellen Ausfällen wie Mike Frantz oder Linton Maina.

Rubriklistenbild: © Lars Kaletta

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