„Grünes Licht“ vom Spielausschuss-Vorsitzenden Dieter Wilhof bei der Platzabnahme / Clubhaus wird gerade saniert

Umzug: Eberholzer kicken in Barfelde

Das passt: Dieter Wilhof misst sogar die Tore auf dem Feldhandball-Platz aus.

BARFELDE / EBERHOLZEN Jetzt ist es amtlich: Die Fußballer des TSV Eberholzen, deren Sportplatz mehrfach von Wildschweinen heimgesucht und zerstört wurde (die LDZ berichtete), tragen ihre Punktspiele bis auf Weiteres auf dem Platz des MTV Barfelde aus. Das hat Spielausschussvorsitzender Dieter Wilhof nach einer Platzabnahme am Wochenende entschieden.

Bewaffnet mit Zollstock und Maßband kam Dieter Wilhof zum Sportplatz nach Barfelde, wo schon die Verantwortlichen des TSV Eberholzen, allen voran Vorsitzender Jürgen Radloff, seine Vertreterin Ira Schnack, und einige Fußballer auf ihn warteten. Auch Henning Koch als Vorsitzender des MTV Barfelde war vor Ort, um den Gast vom Kreisverband mit den Begebenheiten vertraut zu machen.

Wilhof schaute sich genau um. Mit Hilfe der TSV-Fußballer nahm er die Messungen vor, inspizierte auch die Tore ganz genau. Auch die Sicherheitsabstände vom Spielfeldrand etwa zum Grillstand und zur Zuschauerbarriere oder an den Seitenlinien zum benachbarten Weidezaun wurden in Augenschein genommen. Nach einer guten halben Stunde standen die Zahlen und ein Urteil fest: „Der Platz ist 55 Meter breit und 90 Meter lang, das entspricht den Mindestanforderungen, also kann hier gespielt werden“, sagte der Vorsitzende des Spielausschusses, der noch ein offizielles Abnahmeprotokoll erstellen wird.

Darin wird auch festgehalten, dass die beiden Holzpfähle, die im Strafraum des oberen Tores stehen (sie hatten den „Gronauer Schotten“ in der jüngeren Vergangenheit zu Trainingszwecken gedient) verschwinden müssen.

Es ist noch viel zu tun, bis das erste Spiel freigegeben werden kann. Das gilt auch für das Clubhaus, das gerade saniert wird. Hier schauten sich „Wilhof, Radloff, Koch & Co.“ die Räumlichkeiten an. Neben dem Schankraum und der Küche sowie den Toiletten sollte es laut Wilhof einen (abschließbaren) Umkleideraum für jede Mannschaft sowie einen kleinen Raum für den Schiedsrichter geben. Die Idee von Henning Koch, ein Teil der Fußballer könne sich im größeren Schankraum umziehen, lehnten die Beteiligten ab. Schließlich würden die Kicker, gerade in der „matschigen Frühjahrszeit“ viel Dreck in den Raum treten und mit den Schraubstollen die Fliesen beschädigen. Das würde den Gästen, die dort etwas essen oder trinken, bestimmt nicht gefallen, waren sich alle Beteiligten einig. „Die Sanierungsarbeiten sind bis März fertig, bis auf die Duschen“, informierte Henning Koch zum Stand der „Bauarbeiten“ im Clubhaus des MTV. Für die Verantwortlichen aus Eberholzen kein Problem. „Die Spieler können entweder im Clubhaus in Eberholzen oder aber zu Hause duschen“, sagte Altherrenspieler Stefan Pagel, der wie Christian Strübig und Thomas Schulz beim Messen mithalf. Außerdem packten sie mit an, als Ernst-Ulrich Jacobs die großen Tore für die Damen und die kleinen Trainingstore mit Trecker und Anhänger antransportierte.

Mit vier Mannschaften wird der TSV Eberholzen auf den Platz in Barfelde ausweichen, auf dem in den vergangenen Jahrzehnten hauptsächlich Feldhandball gespielt wurde. Die Herrenmannschaft (2. Kreisklasse B), die Altherren (Kreisliga) und die Damen (1. Kreisklasse) werden ab März ebenso in Barfelde um Punkte kämpfen wie die U 15-Junioren der JSG Sibbesse/Eberholzen/Westfeld, die von Ernst-Ulrich Jacobs trainiert werden.

Demnach wird laut Spielplan die „Erste“ am Sonntag, 2. März, zum Rückrundenstart das Heimspiel gegen die SG Adenstedt/Irmenseul auf dem Sportplatz in Barfelde austragen. Auch der Trainingsbetrieb des TSV wird demnächst von Eberholzen nach Barfelde verlegt, wie Trainer Sven Salchow beim Ortstermin mitteilte. Trainingsauftakt bei den Herren ist Sonntag, 2. Februar (13 Uhr). Bei den weiteren Spielen müssen die Vorstände von MTV und TSV abgleichen, ob es Überschneidungen mit privaten Feiern gibt, für die das Barfelder Clubhaus hin und wieder vermietet wird. In den Fällen könnten die Spiele entweder verlegt werden, oder die Eberholzer weichen auf einen der Plätze in Gronau aus. rk

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