SV Yurdumspor 88 Lehrte gewinnt ersten Preis der Volksbank / Eintracht überzeugt mit Projekt für Demenzkranke

„Stern des Sports“ für Flüchtlingsprojekt

Viele Vereinsvertreter kommen in die Hildesheimer Volksbank, um einen der „Sterne des Sports“ zu gewinnen. Am Ende haben der SV Yurdumspor 88 Lehrte, Eintracht Hildesheim und der Verein für Schwimmsport Hildesheim die Nase vorn. Sie werden u.a. vom Ex-Bundesligatrainer Mirko Slomka (links) ausgezeichnet. Fotos: Mosig

HILDESHEIM Die Volksbank Hildesheim-Lehrte-Pattensen hat gemeinsam mit dem Kreissportbund Hildesheim und dem Regionssportbund Hannover die „Sterne des Sports“ auf regionaler Ebene vergeben.

Preiswürdig sind seit 2004 Vereine, die gesellschaftliche Schwerpunkte setzen und deren Aktivitäten im Kleinen ans Licht der Öffentlichkeit geholt werden sollen. „Jeder hätte einen Preis verdient gehabt“, sagte Joachim Brandt als Vorsitzender des Regionssportbundes, der gemeinsam mit dem Kreissportbund-Geschäftsführer Roman Mölling, mit dem Volksbank-Vorstandsvorsitzenden Jürgen Böhnke und Schirmherr Mirko Slomka die „Sterne“ vergab: „Die Jury hat es schwer gehabt, aber wir konnten nach der Auswahl der Sieger beruhigt schlafen.“ Den dritten Platz erlangte der Verein für Schwimmsport Hildesheim. Der 15 Mitglieder starke Verein bietet Schwimmkurse für sozialschwache Familien an und erhielt dafür 500 Euro. Über 1 000 Euro und den zweiten Platz freuten sich die Verantwortlichen von Eintracht Hildesheim. Ihr Turnprojekt für Demenzkranke unter dem Titel „Bewegtes Erinnern“ überzeugte die Jury.

Der erste Platz und 1 500 Euro gingen in die Region Hannover. Der SV Yurdumspor 88 Lehrte steht auf drei Säulen: Fußball, Tanzen und Integration. Der Vorsitzende Yetis Özdemir berichtete, dass er und seine 100 Vereinskameraden Flüchtlingen die Möglichkeit bieten, mitzukicken. Außerdem unterhält der Verein eine Fahrradwerkstatt, in der Flüchtlinge die Gelegenheit haben, mitzuarbeiten, und mit befreundeten Firmenbesitzern wurden schon an einige Neuankömmlinge Praktikumsplätze vermittelt.

Slomka, der als Aushängeschild der Region im Spitzensport zuhause ist, wies genau wie Böhnke darauf hin, dass es solche Projekte sind, die den Sport ausmachen. „Ohne das Ehrenamt hätten wir in Deutschland große Probleme“, befand Böhnke, der Yetis Özdemir und seinem Team viel Glück wünschte, damit sie auch auf der Landesebene noch einmal mit einem weiteren „Stern des Sports“ ausgezeichnet werden. flo

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