Sterne des Sports

Kreativität der Judoka des MTV Elze belohnt

Preisverleihung
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Preisverleihung (v.l.): Dagmar Ernst (Vorstand Vereinsentwicklung des Regionssportbundes Hannover), Frank Wodsack (Vorstandsvorsitzender des Kreissportbundes Hildesheim), Svenja Grabert (Jugendwartin des MTV Elze), Annika Hurnaus (Judo-Spartenleiterin), Christine Meier (Kassenwartin des MTV Elze) und Volker Böckmann (Vorstandsmitglied der Volksbank).

Elze - „Ich bin überwältigt”, war die erste Reaktion von Annika Hurnaus gegenüber der LDZ-Sportredaktion. Die Spartenleiterin der Elzer Judoka nahm in Hildesheim den Großen Stern des Sports entgegen. Der MTV hatte während des Lockdowns große Kreativität bewiesen und zahlreiche Angebote für seine Mitglieder auf die Beine gestellt. Dafür würde der Verein jetzt ausgezeichnet.

Die Volksbank eG Hildesheim-Lehrte-Pattensen kürte gemeinsam mit dem Kreissportbund Hildesheim und dem Regionssportbund Hannover die regionalen Sieger der „Sterne des Sports“ in Bronze. Trotz der Einschränkungen, mit denen Sportvereine aufgrund von Corona zu kämpfen hatten, bewarben sich gleich elf Vereine um die „Sterne des Sports“. Damit waren es vier mehr als im vergangenen Jahr. Die Preisverleihung fand in diesem Jahr zwar im kleineren Kreis, aber dafür nicht weniger feierlich, in den Räumen der Volksbank in Hildesheim statt. „Gerade im Hinblick auf die aktuelle Ausnahmesituation freuen wir uns sehr, auch in diesem Jahr das ehrenamtliche und gesellschaftliche Engagement der Sportvereine in unserer Region zu würdigen. Besonders in den letzten Monaten hat sich gezeigt, wie viel sie zur Aufrechterhaltung des gesellschaftlichen Lebens beitragen“, betonte Volker Böckmann, Vorstandsmitglied der Volksbank, im Rahmen der der Preisverleihung. Die diesjährige Jury setzte sich aus Volker Böckmann, Dagmar Ernst (Vorstand Vereinsentwicklung Regionssportbund Hannover), Frank Wodsack (Vorstandsvorsitzender Kreissportbund Hildesheim) und Schirmherrin Emma Hinze (Dreifache Weltmeisterin im Bahnradsport) zusammen. Bedingt durch die Corona-Pandemie wurden in diesem Jahr auch neue Wege für die Durchführung der Jurysitzung geschaffen. So fand die Bewertung der eingereichten Projekte anders als üblich online statt. Die Entscheidung fiel den Jurymitgliedern bei so vielen kreativen und innovativen Bewerbungen nicht leicht. „Es ist schön zu sehen, dass sich die Sportvereine trotz der aktuellen Situation nicht unterkriegen lassen. Es bewarben sich sogar vier Vereine mehr als 2019. Alle Vereine haben vor allem eins bewiesen – dass sie selbst in herausfordernden Zeiten ihren Werten wie Gemeinschaft und Zusammenhalt treu bleiben und diese auch weiterhin pflegen“, so Frank Wodsack. Nachdem Frank Wodsack von der Jurysitzung berichtete und die prämierten Projekte vorstellte, wurde es spannend. Volker Böckmann verkündete anschließend die Platzierung der Vereine. Mit dem Projekt „Elzer Judoka vereinigt euch – Gemeinsam stark durch die Corona-Zeit“ hatte sich der MTV Elze beworben. Die Judo-Abteilung schuf diverse sportliche und kreative Angebote, um seine Mitglieder auch während des Lockdowns zu beschäftigen – erst mit täglichen Aufgaben über WhatsApp, dann mit Trainingsvideos über Dropbox sowie Live-Training über Zoom und schließlich auch mit allgemeinen Fitnessvideos über ihren neuen YouTube-Kanal. Auch ermöglichte der Verein sowohl Gürtelprüfungen als auch Turniere – und das online. So viel Engagement und Kreativität war der Jury einen „Großen Stern des Sports in Bronze“, und damit die höch-ste regionale Auszeichnung, wert. Damit verbunden ist auch ein Preisgeld von 1500 Euro. Entgegengenommen wurde der Preis von Abteilungsleiterin Annika Hurnaus gemeinsam mit Jugendwartin Svenja Grabert und Kassenwartin Christine Meier. Der TSV Giesen erhielt mit seinem Projekt „Grizzlys-Academy“, einer Online-Plattform mit interaktiven Trainingsangeboten, den zweiten Preis, einen „Kleinen Stern des Sports in Bronze“. Der Verein hat seinen Mitgliedern damit auch während der Corona-Zeit volleyballspezifisches Training und sogar auch Online-Trainerweiterbildungen ermöglicht. Von der Volksbank gibt es dafür 1000 Euro für die Vereinskasse. Der dritte Preis, ebenfalls ein „Kleiner Stern des Sports in Bronze“, ging an den SV 06 Lehrte für das Projekt „Walking Football – Gehfußball“ – ein Sportangebot für Personen ab 55 Jahren. Mit dem Projekt soll das soziale Miteinander der Altersgruppe gefördert und das Vereinsleben weiter belebt werden. Mit der Auszeichnung ist ein Preisgeld von 500 Euro verbunden. Die Preisübergabe nahmen Volker Böckmann, Dagmar Ernst und Frank Wodsack gemeinsam vor. Emma Hinze konnte an der Preisverleihung nicht teilnehmen, hinterließ den Gewinnern allerdings eine Videobotschaft mit herzlichen Glückwünschen. 

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