SSV Elze startet neues Trainingsformat für den Nachwuchs

Motto: Gezielt fordern und fördern

Gemeinsames Fußball-Training verschiedener Jahrgänge beim SSV Elze
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Gemeinsames Fußball-Training verschiedener Jahrgänge: A-Juniorin Emma Dörrie gegen drei Spieler der U12-Junioren des SSV.

Elze – Pünktlich zur Wintersaison nimmt die SSV-Jugendabteilung ein neues Trainingsformat in ihr wöchentliches Angebot auf. Ausgewählte Spieler aus nahezu allen Mannschaften und Jahrgängen treffen sich dienstags, um intensiv die zentralen fußballerischen Fertigkeiten Passspiel, Zweikampf und Spiel ohne Ball zu verbessern.

„Hier handelt es sich nicht um das herkömmliche Auswahltraining, bei dem üblicherweise nur die Besten zum Zuge kommen“ bekennt Jugendleiter Carsten Hennies, der diese Maßnahme zusammen mit C-Lizenz-Trainerin Jona Post konzipiert und auf die Beine gestellt hat. „Die Trainer legen vielmehr einen Rotationsmodus fest, der garantiert, dass jeder Spieler gezielt gefordert und gefördert werden kann. Durch das gemeinsame Training verschiedener Jahrgänge festigen wir zudem den Zusammenhalt im Verein und steigern die Motivation“, so Hennies weiter. Dies stelle die zentrale Herausforderung (Challenge) dar, der sich die Jugendlichen in der Regel gerne stellen. Aber es geht noch um mehr. Die Trainingsvorschläge, die der DFB oder die SSV-Kooperationspartner Hannover 96 und VfL Wolfsburg auf ihren digitalen Plattformen zur Verfügung stellen, bieten den Jugendtrainern reichlich Ideen für ein abwechslungsreiches und kreatives Training. Die Tücken zeigen sich aber in der Praxis. „Auf den schönen Videos sehen wir nur hochtalentierte Spieler, denen jeder Pass gelingt und die das ganze technische Repertoire eigentlich schon beherrschen. Auch die anderen Rahmenbedingungen wie z.B. der Kunstrasen sind optimal“, stellt der Jugendleiter fest und fährt ernüchtert fort: „In einem kleinen Amateurverein wie dem SSV brauchen aber viele Jugendliche mehr Zeit für ihre Entwicklung, und statt Kunstrasen finden wir nur einen Acker vor.“Deshalb fungieren die beiden „Challenge“-Trainer auch als eine Art Fußball-TÜV, bei dem nicht die Spieler, sondern die einzelnen Übungsvorschläge auf ihre Alltagstauglichkeit, Effektivität und leichte Umsetzbarkeit getestet werden. Die beiden Trainer werden deshalb jede durchgeführte Trainingseinheit kritisch bewerten. Anschließend könne man den Mannschaften ein Repertoire an Übungen bereitstellen, das sich in der Praxis unter den hiesigen Bedingungen bewährt habe. 

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