Erstes Jugendleitertreffen des NFV-Kreises Hildesheim / Künftig 15 Euro Strafe für unkorrekt ausgefüllte Spielformulare

„Sprecht mehr mit Euren Trainern“

Verteter des NFV-Kreises (v.l.): Schulfußballreferent Wilfried Fricke, Vorsitzender Detlef Winter, der neue Geschäftsführer Thomas Nowak und Schatzmeister Werner Selzer.

KREIS Die Fußballsaison ist noch nicht alt, aber schon gibt es die ersten Probleme – das wurde beim ersten Jugendleitertreffen des NFV-Kreises Hildesheim in der KSB-Lehrstätte deutlich. Wie die Staffelleiter betonten, würden Spielformulare oftmals nicht richtig ausgefüllt, und zahlreiche Spielverlegungen würden die Staffelleiter und Schiedsrichteransetzer schon jetzt vor große Herausforderungen stellen.

Dennoch zeigte sich Kreisjugendobmann Hans-Jürgen Schwellnus mit der Beteiligung zufrieden. Neben den zahlreichen Vereinsdelegierten begrüßte der Sorsumer auch Kreisvorsitzenden Detlef Winter, Schatzmeister Werner Selzer, Pressechef Burghard Neumann, den neuen Geschäftsführer Thomas Nowak (neue postalische Anschrift: NFV-Kreis Hildesheim, Postfach 101010, 31110 Hildesheim), Schulfußballreferent Wilfried Fricke sowie die Schiedsrichteransetzer Gerhard Hase und Sebastian Lieke.

Juniorinnen-Staffelleiterin Sabine Kühl bemängelte in ihrem kurzen Bericht, dass viele Verantwortliche die Ausschreibung nicht gelesen hätten, denn sonst würde es nicht dazu kommen, dass ältere Spielerinnen bei jüngeren Teams eingesetzt würden. Außerdem hätten viele Vereine die Spielberechtigungslisten nicht ordnungsgemäß angelegt. Das nachzuverfolgen würde natürlich viel Zeit in Anspruch nehmen, schimpfte Kühl. Als positiv bezeichnete sie den Verlauf des Turniers um den Staples-Cup in Wohldenberg (die LDZ berichtete).

Dirk Holzhausen (Staffelleiter U 7, U 8, U 9) kritisierte, dass Spielberichte teilweise zu spät abgeben würden, weil etwa Mannschaften ihre Pässe vergessen hätten. Dazu Kreisjugendobmann Hans-Jürgen Schwellnus: „Das kann teuer werden, denn wer seine Spielberichte nicht ordnungsgemäß ausfüllt, muss künftig 15 Euro Strafe zahlen“ – so sieht es die Ausschreibungsänderung vor.

Friedel Münzberger (U 10/U 11) erinnerte die Delegierten daran, dass der im Vorfeld gemeldete Platz zählt. Wenn jemand seine Partien auf einem anderen Platz austrägt, werde das als Verlegung gewertet. In dem Fall müssten übrigens auch korrekte Angaben gemacht werden, so Münzberger.

Conny Jablonski-Bähre (U 14/U 15) und Uwe Aschmoneit (U 16/U 17) stellten fest, dass die Ergebnismeldung bei den Jugendspielen erfreulich gut funktioniere, jedoch die Spielberichte Mängel aufweisen würden. „Sprecht mehr mit Euren Trainern, sagt denen, dass die Formulare in lesbaren Druckbuchstaben ausgefüllt werden müssen, sonst wird es für uns eine schwere Arbeit, alles herauszufinden“, gab Aschmoneit den Jugendleitern mit auf den Weg.

Der stellvertretende Kreisjugendobmann Ralf Hamann ärgerte sich darüber, dass einige Vereine kurz vor Saisonbeginn Mannschaften zurückgezogen hätten – immerhin 20. Das würde den Jugendspielausschuss natürlich vor große Probleme stellen. Im Nachhinein sei es nicht machbar, auch nicht in der Winterpause, neue Staffeln und Spielpläne zu erstellen, machte Hamann klar. Der Spielleiter richtete noch einen Appell an die Runde: „Wenn die Eltern sich am Spielfeldrand zu sehr einmischen oder etwa die Gegner Straßenfußballer ohne Pass einsetzen, dann müsst Ihr eingreifen, denn es gibt Regeln, hier kann nicht jeder wilde Sau spielen“, so Hamann. Für die Hallensaison kündigte er an, dass alle Junioren, von den A-Junioren bis einschließlich U 10, Futsal spielen werden – wobei Spieler aus dem Bezirk nicht eingesetzt werden dürfen, auch nicht die mit Zweitspielrecht. Nach Informationen von Schiedsrichteransetzer Sebastian Lieke würden die Unparteiischen in zwei Schulungen (26. Oktober in Hildesheim und 9. November in Freden) auf die Futsal-Saison vorbereitet.

Schulfußballreferent Wilfried Fricke stellte die Terminplanung vor, so etwa die Grundschulturniere, „Jugend trainiert für Olympia“ und die Bezirksmeisterschaften der Wettkampfklassen in Duingen.

Schiedsrichter-Ansetzer Gerhard Hase ging mit den Unparteiischen hart ins Gericht, die erst kurzfristig oder gar nicht absagen würden. Dann hätten die Ansetzer keine Chance, zu reagieren. Außerdem könne er nicht damit leben, dass bei Passkontrollen die „Gesichtskontrollen“ entfallen würden.

Nachdem Detlef Winter noch einmal auf die personellen Änderungen im Kreisvorstand eingegangen war (im Spielausschuss Isabell Hartmann für Dieter Wilhof, im Sportgericht Klaus Kronhardt für Ralf-Uwe Schaffert sowie Thomas Nowak als neuer Geschäftsführer), verteilte er Geschenke vom DFB: Jeder Verein erhält je ein Paket, gefüllt mit Westen, Prospekten, Nadeln, Stickern. rk

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