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Recken ohne Kapitän Böhm gegen Magdeburg

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Handballer in Aktion
Kapitän Fabian Böhm wird den Recken im Heimspiel gegen Magdeburg fehlen. © Kaletta

Hannover - Nach den beiden Siegen in Lemgo und gegen Nettelstedt wird es für Handball-Bundesligist TSV Hannover-Burgdorf am Donnerstag heftig: Ab 19.05 Uhr (Sky live) treffen die Recken in der ZAG-Arena auf Spitzenreiter SC Magdeburg. Die Sachsen-Anhaltiner sind die einzige Mannschaft in der 1. Liga, die noch verlustpunktfrei sind: 13 Spiele – 13 Siege.

„Eine saustarke, attraktive Mannschaft“, sagt denn auch Hannovers Trainer Christian Prokop. „Das Tempospiel und die bewegliche Abwehr zeichnet sie aus. Und im Angriff sind Ausnahmekönner. Wir wollen uns gegen den SC Magdeburg keine Autogramme holen!“ Sondern am besten zumindest einen Punkt. Ob das aber gegen den so gelobten Kontrahenten klappt, bleibt abzuwarten.
Zumal es für Prokop (von 2009 bis 2011 beim SC Magdeburg II tätig) aktuell die nächste Hiobsbotschaft gibt: Fabian Böhm hat sich am vergangenen Sonntag beim 22:21-Glückssieg gegen Nettelstedt die linke Hand verstaucht und fällt aus. Der Kapitän steckt indes seit längerer Zeit in einem Leistungstief. Pech auch für Jonathan Edvardsson: Der Schwede war nach langer Pause im Training umgeknickt, fehlte gegen Nettelstedt.
Recken-Torwart Domenico Ebner ist trotzdem zuversichtlich: „Wir werden alles reinhauen, um das Spiel eng zu gestalten. Wir haben eine gute Ausgangslage.“ Seine Methode für den vollgepackten Dezember: „Die Stimmung ist gut. Viel spielen, wenig trainieren.“ Ebner war nach neun Wochen Verletzungspause (Rippenbruch) gegen Nettelstedt zurückgekehrt, parierte bei seiner ersten Einwechslung für Torhüter-Kollege Urban Lesjak gleich einen Siebenmeter – besser geht’s kaum. Auch das Comeback von Evgeni Pevnov am Kreis nach ebenso langer Ausfallzeit tat den Recken gut. Einen Seitenblick machte Prokop nochmal auf den jüngsten Neuzugang Branko Vujovic (LDZ berichtete). „Er verspricht Potenzial für die Zukunft“, lobte der Recken-Coach den zur nächsten Saison kommenden Montenegriner. „Er hat seine Stärken in der Abwehr, ist aber auch mit einem harten Wurf gesegnet“, so Prokop.
Die Magdeburger kommen nicht nur als Bundesliga-Spitzenreiter, sondern auch als Zweiter der Gruppe C in der „European League“ (Nachfolge-Wettbewerb des EHF-Cups). Drei Siege und ein Remi stehen in der Tabelle. Erfolgreichster Torschütze ist bislang Omar Ingi Magnusson mit 78 Treffern. Das Team von Trainer Bennet Wiegert gewann alle sieben Auswärtsspiele, was verdeutlicht, was auf die Recken zukommt. Ein Punkt gegen den Tabellenführer wäre für die Hannoveraner schon eine Riesen-Überraschung. Für die heutige Partie gegen den Klassenprimus SCM sind bislang 2 700 Tickets verkauft worden.  haz/gsd

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