96 heute zum Nordduell in Bremen / Trainer zu Umstellungen gezwungen

Ein Punkt lautet das Ziel

Nach dem Sieg gegen Wolfsburg will Mo Abdellaoue auch gegen Bremen punkten. Foto: Kaletta

HANNOVER Das Niedersachsen-Derby gegen Wolfsburg (2:1) ist glücklich überstanden worden – da steigt für Hannover 96 heute um 20.30 Uhr bei Werder Bremen schon das nächste Nordderby. Doch die personellen Voraussetzungen sind bei den „Roten“ alles andere als gut.

Das Team von Trainer Mirko Slomka ist nach dem Ausfall von Mario Eggimann (Knöchelbruch) geschwächt. Auch die drei Spiele umfassende Sperre für Neuzugang Sebastien Pocognoli (Rot gegen Wolfsburg) erfordert in der Defensive weitere Umstellungen. Dazu kommen die weiteren zahlreichen verletzten Akteure.

Mit Karim Haggui und Neuzugang Johan Djourou hat 96 jetzt nur noch zwei Innenverteidiger – da darf nichts mehr passieren. Links hinten dürfte wohl Flanken-Experte Christian Pander, der in dieser Saison wie einige andere seiner Form von früheren Zeiten hinterherläuft, zum Einsatz kommen. Eine Alternative wäre noch „Kocka“ Rausch, von dem berichtet wird, dass ein Abschied nach der Saison durchaus im Bereich des Möglichen liegt. Hinten rechts spricht viel für Sofian Chahed, der lange keine Chance bekam, nach dem Ausfall von Steven Cherundolo aber den Vorzug vor Hiroki Sakai erhalten hat, weil der Japaner in seinen Leistungen zu schwankend gewesen ist. Noch kein Thema für Bremen ist Christian Schulz. Nach seiner Blinddarmoperation in Portugal hat er gerade erst wieder mit dem Training begonnen. Fehlen wird bei Werder auch Neuzugang Andre Hoffmann, der bei seinem letzten Klub in Duisburg viermal Gelb sah und sich die fünfte gegen Wolfsburg abholte – beide Ligen zählen da zusammen! Für Hoffmann ist Sergio da Silva Pinto wieder zurück im Team. Der neue Brasilianer Franca (1,3 Millionen Euro Ablöse) hat sich zudem bei seinem ersten Einsatz im Regionalliga-Team von 96 beim Test in Kassel am linken Knie verletzt. Bloß gut indessen, dass 96 vorne nicht von Sorgen geplagt ist. Mit Moa Abdellaoue und Mame Diouf kann Slomka seine besten Angreifer aufbieten, die zuletzt auch stets erfolgreich waren. Da fällt kaum ins Gewicht, dass Didier Ya Konan derzeit beim Afrika-Cup ist.

Sehr gelegen kommt den 96ern, dass die Bremer auf zwei wichtige Spieler verzichten müssen. Marko Arnautovic und Clemens Fritz fallen wegen Ampelkarten aus, was die zurzeit angeschlagenen Werderaner weiter verunsichern dürfte.

Derzeit baggert 96 an einem Supertalent. Der 17-jährige Leon Goretzka vom VfL Bochum ist ins Interesse von Sportdirektor Jörg Schmadtke und Coach Mirko Slomka gerückt. haz/gsd

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