Eintracht Hildesheim steht an der Ostsee unter Druck

Oberbeck: „Eine Sache des Kopfes“

Michael Qvist und Martin Murawski (l.) müssen wie beim Testspiel gegen Magdeburg konsequent in der Abwehr stehen, um in Rostock die dringend benötigten Punkte zu holen. Foto: Kreikenbom

HILDESHEIM Der Tabellendreizehnte der zweiten Handball-Bundesliga spielt am Sonntag beim Tabellenvierzehnten, nichts Besonderes mag man meinen. In diesem Fall aber ist das anders. Wenn die Hildesheimer Eintracht am Sonntag in Richtung Ostsee zum HC Empor Rostock aufbricht, geht es um mehr als nur ein gewöhnliches Punktspiel.

Bei einer weiteren Niederlage droht den Einträchtlern der Abstiegskampf und damit eine nervenaufreibende und unruhige Zeit. Zwei Punkte trennen die Oberbeck-Truppe von einem Abstiegsplatz, Gastgeber Rostock hat noch einen Zähler weniger auf der Habenseite und würde die Eintracht im Falle eines Sieges überflügeln. Anwurf in der OSPA Arena ist um 16.30 Uhr.

„Es ist eine Sache des Kopfes,“ blickte Gerald Oberbeck auf die Trainingspartie am Dienstagabend zurück. Da hatten seine Spieler eine ganz andere Vorstellung geliefert als im Punktspiel gegen Aue zwei Tage vorher. Nun muss es gelingen, auch in Rostock eine gute Leistung abzurufen. Welchen Kader der Trainer mit in die Hansestadt nehmen wird, ließ er noch offen. Letztlich muss von allen Akteuren voller Einsatz verlangt werden. Genau das ist der Grundstein für den so dringend benötigten Punktgewinn. Spielerisch kann Eintracht im Rückraum am ehesten mit der Reihe Robin John, Michael Qvist und Konstantinos Chantziaras überzeugen, sobald Marvin Nartey oder Max Jonsson möglichst noch gemeinsam auf dem Feld stehen, verschwindet die spielerische Komponente weitgehend aus dem Angriffsspiel. Im Spiel gegen Magdeburg hatten sich Torhüter Patrick Schulz, Konstantinos Chantziaras und auch Kay Behnke Blessuren zugezogen.

Wichtig wäre, dass Schulz und Chantziaras am Sonntag unbeeinträchtigt mitwirken könnten, im Falle von Schulz kommt dies allerdings nicht in betracht. Er fällt rund drei Wochen aus, weil er sich im Testspiel einen Muskelfaserriss zugezogen hat. So wird Oliver Mayer mit Dennis Klockmann das Torhütergespann bilden. „Ich habe in den vergangenne Wochen und Tagen sehr viele Gespräche mit den Spielern geführt und hoffe, dass es wirkt,“ berichtet Gerald Oberbeck und denkt dabei vor allem seine Rückraum-Shooter Nartey und Jonsson, die die Spielphilosophie des Trainers bisher noch so gar nicht verstanden haben. mab

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