Hildesheim im Aufwind: 30:20-Heimsieg gegen SV Mecklenburg-Schwerin

November bleibt für die Eintracht ein guter Monat

Kreisläufer Nikolaos Tzoufras kann von der Gästeabwehr nur auf Kosten eines Siebenmeters gestoppt werden. Fotos: Kreikenbom

HILDESHEIM Die Drittligahandballer von Eintracht Hildesheim befinden sich weiter im Aufwind: Das Team von Trainer Gerald Oberbeck landete einen letztlich souveränen und auch in der Höhe verdienten 30:20-Heimsieg gegen den SV Mecklenburg-Schwerin. Die Hildesheimer hatten in der Sparkassenarena, in die 1116 Zuschauer gekommen waren, keine Mühe gegen die Mecklenburger Stiere. Den Grundstein zum späteren Erfolg hatte Eintracht mit einer furiosen Anfangsviertelstunde gelegt

Gerald Oberbeck konnte auf einen gegenüber den letzten Wochen unveränderten Kader zurückgreifen, während die Gäste verletzungsbedingt ohne ihren etatmäßigen Rückraum auskommen mussten. Nach einer Gedenkminute für die Opfer des Terrors eröffnete der Hildesheimer Claus Karpstein den Torreigen. Eintracht übernahm sofort die Initiative, führte nach einem Blitzstart schon nach drei Minuten 3:0. Von beiden Halbpositionen ging viel Druck aus, die Hildesheimer wirkten entschlossen, konzentriert und zielstrebig gegen in dieser Phase überforderte Gäste, die in der siebten Minute immerhin zum 2:6 verkürzten. Bereits in der achten Minute holte Gästecoach Maik Handschke sein Team zusammen, Maximilian Wasilewski hatte da gerade zum 8:2 erhöht. Nachdem seine Mannschaft nach einer zwischenzeitlichen 11:2 Führung die Zügel etwas schleifen ließ und Schwerin zum 4:11 getroffen, sah Gerald Oberbeck genügend Gründe für eine Auszeit. Danach war die Linie wieder da, nach einer Viertelstunde traf Jonathan Semisch zum 14:4. Das Spiel war schon zu diesem Zeitpunkt längst gelaufen, es ging nur noch um die Höhe des Sieges. Dass sie beim Halbzeitpfiff nicht höher als 10:18 zurücklagen, hatten sie weniger einer eigenen Leistungssteigerung als nachlassender Konzentration auf Seiten der Gastgeber zu verdanken.

Die zweite Hälfte begann längst nicht mehr so schwungvoll wie das in der Anfangsviertelstunde der Partie der Fall gewesen war. Die Zuschauer sahen jetzt deutlich weniger Tore. Die bis dahin überlegenen Einträchtler verloren jetzt zusehends den Faden, in der 45. Minute hatte Schwerin dadurch unterstützt zum 16:23 verkürzt und sich damit leidlich im Spiel gehalten. In der jetzt immer weiter verflachenden Partie sorgten die Schiedsrichter mit wirren Entscheidungen nun für Stimmung auf den Tribünen und etwas mehr Leben auf dem Spielfeld. Ansonsten passierte nicht mehr viel. Eintracht ließ zwar noch zwei Siebenmeter aus, hatte am Ende aber einen ungefährdeten und deutlichen 30:20-Sieg eingefahren.

Hildesheim bleibt damit im November bei 5:1 Punkten ungeschlagen und verbesserte sich in der Tabelle auf Rang 8. Erstmals weist das Punktekonto in dieser Saison mit 13:11 eine positive Bilanz auf. mab

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