Gastgeber der Luftgewehr-Bundesliga / Gegner sind Buer-Bülse und Hilgert

Nordstemmen will noch um Finalplatz kämpfen

Nadine Gudert musste eine Zwangspause einlegen: Jetzt hat sich die 19-jährige Juniorin zurückgemeldet und will für die KKS wieder Punkte sammeln. Fotos: Schaare, Kreikenbom (2)

NORDSTEMMEN Am Wochenende schießt in der Jahn-Sporthalle in Nordstemmen die 1. Bundesliga Luftgewehr. Ein Sportevent direkt vor der Haustür, das sich weder Schießsportler noch interessierte Zuschauer entgehen lassen sollten. Es geht für die Vereine in die Zielgerade, denn mit dem zehnten und elften Wettkampf sind die Vorkämpfe abgeschlossen. Und erst dann steht fest, welche Teams sich für die Play-offs um den Deutschen Meistertitel (Mitte Februar in Rotenburg/Fulda) qualifiziert haben.

Von den jeweils zwölf teilnehmenden Mannschaften der Ligen Nord und Süd kommen nur die besten vier weiter. Für die restlichen Zweidrittel kann dann bereits die Planung für die Saison 2016/17 anlaufen.

Die Wettkämpfe beginnen um 16 Uhr. Dann stehen aus dem Raum Celle der Aufsteiger SV Wieckenberg und der Tabellendritte TuS Hilgert vor den Scheiben. Letztere haben Petra Zublasing in ihren Reihen. Die aus Südtirol (Italien) stammende Sportschützin wurde vom Weltverband (ISSF) zur Schützin des Jahres 2014 gewählt, sicherte sich im gleichen Jahr in Granada den Weltmeistertitel mit dem Luftgewehr und hat bereits das Ticket für Olympia 2016 in Rio in der Tasche. Sie beim Schießen zu beobachten, dürfte Spaß machen. Aber auch Wieckenberg hat ein heißes Eisen im Feuer. Stine Nielsen heißt die Nummer eins der Heidjer. Die 24-jährige Dänin wird mit einem Schnitt von 397 geführt. Wer immer es mit ihr jetzt zu tun bekommt, wird nichts zu lachen haben.

Ab 17.30 Uhr läuft der zweite Wettkampf. Hier stehen sich der Aufsteiger SV Gölzau aus Sachsen-Anhalt und der Post SV Düsseldorf gegenüber. Gölzau will sich nicht von Rang vier vertreiben lassen und die Rheinländer wollen keinesfalls in die Abstiegszone rutschen (derzeit Platz 10). Auch hier ein Spitzenduell auf Position eins: der Weißrusse Illia Charheika (398) vom SV Gölzau gegen den Europameister Peter Hellenbrand (396) aus den Niederlanden. Der Holländer hat sich kürzlich in dem 40-Schuss-Programm nur einen einzigen Treffer in die Neun erlaubt. Alles andere waren Zehner. Um 19 Uhr folgt aus Sicht der Gastgeber das Match des Tages. Die KKS Nordstemmen trifft auf den Bundesliga-Rückkehrer BSV Buer-Bülse. Das sollte so schwer nicht sein. Der Bürger-Schützen-Verein aus dem Ruhrpott steht auf Rang 11 mit dem Rücken zur Wand und kämpft um den Klassenerhalt. Sein bester Mann ist der Ungar István Péni (397). Die Nordstemmer bestreiten ihren ersten Heimwettkampf in dieser Saison und sind klar in der Favoritenrolle. Eine Niederlage können und werden sie sich nicht mehr erlauben. Hier muss das Team punkten.

Am Sonntag, 17. Januar, werden die Tore der Jahn-Sporthalle für die Zuschauer bereits um 9 Uhr geöffnet. Um 9.45 Uhr geht der Post SV Düsseldorf mit dem SV Wieckenberg an die Feuerlinie. Nach einer Viertelstunde Vorbereitung einschließlich Probeschießen beginnt der Wettkampf pünktlich um 10 Uhr. 40 Wertungsschüsse in 50 Minuten. Danach treffen um 11.30 Uhr der SV Gölzau und der BSV Buer-Bülse aufeinander.

Den elften und letzten Vorkampf in der Liga Nord bestreiten um 13 Uhr die KKS Nordstemmen und der TuS Hilgert. Eine harte Nuss, die die Niedersachsen da noch zu knacken haben. Aber es hilft alles nichts, da müssen sie durch. Erst dann wird man sehen können, ob sie ihr selbstgestecktes Ziel, die Play-offs, erreicht haben und die Saison für sie noch nicht zu Ende ist. ks

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