Heinumer startet am Sonntag beim „Tough Guy Race“ im englischen Wolverhampton / Training bei jedem Wetter

Nils Böhme ist fit für die „Killing Fields“

„Ich habe mich gut vorbereitet und freue mich auf diese Herausforderung“, sagt Nils Böhme vor dem „Tough Guy Race“.

In kurzer Hose und T-Shirt war er am Donnerstag wieder zu einer Laufeinheit gestartet, bei minus fünf Grad. „Einige halten mich schon ein bisschen für verrückt“, schmunzelt Nils Böhme. Aber daran hat er sich gewöhnt und inzwischen gehört der 25-Jährige fast schon zum täglichen Erscheinungsbild. Sehr diszipliniert hat er sich über Monate auf das „Harter-Kerl-Rennen“, so die Übersetzung, vorbereitet. Tägliches Training war für ihn Selbstverständlich, sei es im Gronauer Vitalics SportCenter bei den regelmäßigen Laufeinheiten oder im Schwimmen in einem Gewässer in der Region. „Es gab viele Leute, die mich in dieser Zeit stark unterstützt haben und denen ich danken möchte“, sagt Nils Böhme.

Auf Tauchstation

Dabei hebt er besonders Michael Schwarze hervor, der ihn als „Kameramann und Dolmetscher“ begleitet sowie Fitness-Trainer Matthias Hüterott, die Physiotherapeuten Katja Hoppe und Markus Grimme sowie seine Familie. Es war ein langer Weg, den der Heinumer zurückgelegt hat, um sich die nötige Fitness für diese besondere Herausforderung zu holen. In den vergangenen Tagen kam ihm auch das Winterwetter sehr gelegen und er ging einige Male auf „Tauchstation“ in einem vereisten See bei Brüggen. „Man muss ja auf alle Witterungsbedingungen eingestellt sein.“ Jetzt ist es soweit: Am Donnerstag stand eine letzte lockere Trainingseinheit auf dem Programm. „Ich bin gut vorbereitet, es kann losgehen.“ Auch die Knie-Probleme, mit denen er sich noch vor einigen Tagen herumplagte, sind auskuriert. Am gestrigen Mittag hob der Flieger Richtung England ab.

Wer sich dem „Tough Guy Race“ stellt, muss „abgehärtet“ sein. Auf einem rund 150 Hektar großen Grundstück muss ein 12,5-Kilometer-Parcours bewältigt werden. Da der Startschuss am 27. Januar fällt, kann man sich ausrechnen, welche Witterungsbedingungen in England herrschen und wie der Boden beschaffen ist. „Ob es regnet oder schneit, es wird immer gestartet.“

Das Herzstück und die größte Herausforderung des Rennens sind die sogenannten „Killing Fields“. Dort erwarten die Sportler verschiedene Prüfungen vom Robben unter Stacheldraht, dem Sprung in eiskalte Tümpel bis zum Lauf durch brennende Strohballen. Besonders vor dem Wasser und dem damit verbundenen Auskühlen hat Nils Böhme Respekt. Das unterstreicht auch die Tatsache, dass von den rund 6000 Startern nur die Hälfte im Ziel ankommt. Aber mit seinem intensiven Training zeigt sich der Heinumer gerüstet und will nicht einfach „nur ankommen“, sondern auch eine gute Zeit erreichen.

Wiederholung geplant

Und bereits jetzt steht für Nils Böhme fest, dass er sich erneut dieser Herausforderung stellen wird. Im Dezember findet ein ähnlicher Lauf in Thüringen statt, für den er sich bereits angemeldet hat. „Mal sehen, was danach noch kommt“, sagt der Heinumer lächelnd.

Vorher steht aber auch wieder der Fußball im Mittelpunkt, denn er ist auch Kapitän der Heinumer Fußball-Mannschaft, die Anfang Februar wieder mit dem Training beginnt. „Aber das gehört dann ja praktisch auch zur Vorbereitung auf das nächste Rennen.“

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare