Bundesliga

Hannover 96 verliert in Leipzig 2:3

+
Was für ein Hammer: Per Volleyschuss gelingt Niclas Füllkrug in Leipzig der zwischenzeitliche Ausgleich für 96.

HANNOVER Alles versucht, doch es hat nicht gereicht: Hannover 96 kassierte bei RB Leipzig nach zwei Unentschieden die erste Niederlage der noch jungen Saison in der Fußball-Bundesliga, verlor vor 38 937 Zuschauern mit 2:3 (1:2). Niclas Füllkrug erzielte seinen ersten Treffer.

Zu übersehen waren die „Roten“ wieder einmal nicht. In ihrem neon-grünen Dress stachen sie ins Auge. Ins Auge ging die Abwehrsituation nach zehn Minuten, als Demme nach einer weiten Diagonalflanke von links abzog, Oliver Sorg den Schuss so unglücklich abfälschte, dass er auf dem Kopf von Leipzigs Poulsen landete, der aus sechs Metern erfolgreich war. Doch 96 schlug sofort zurück. Ilhas Bebou flankte von rechts in den Strafraum, wo Ilsanker ungeschickt abwehrte und Niclas Füllkrug den Abpraller volley zum 1:1 (13.) unter die Latte hämmerte. Danach verteiltes Spiel, wobei Hannover nach 20 Minuten ein Handspiel von Leipzigs Victor Orban monierte. Entscheidung aus dem Keller in Köln: Kein Elfer! Dafür aber noch das 2:1 für die Sachsen fünf Minuten vor der Pause. Forsberg schickte Timo Werner, der von links in die lange Ecke traf. Als 96 nach dem Wechsel etwas Oberwasser gewann, mutig agierte und mehr Ballbesitz hatte – traf Leipzig. Der links geschickte Forsberg flankte die Kugel flach nach innen, wo erneut Werner zum 3:1 zur Stelle war. Doch wiederum hatte Hannover eine Antwort: Miiko Albornoz streichelte den Ball nur 120 Sekunden später von links gefühlvoll zum 2:3 in den RB-Kasten. Turbulent und dramatisch ging es in der Schlussphase zu. Die Breitenreiter-Elf drückte und drängte auf den Ausgleich, doch alle Anstrengungen wurden nicht mehr belohnt. Zweimal klärten die Leipziger in der Nachspielzeit noch kurz vor der Torlinie. „In der zweiten Halbzeit haben wir es besser gemacht als in der ersten“, meinte Füllkrug. „Aber wir hätten noch cleverer hinten raus spielen müssen.“ Kapitän Anton hatte „ein sehr gutes Spiel von uns“ gesehen. Die Niederlage ist sehr ärgerlich. Wir hatten mehr Spielanteile und mehr Ballbesitz, aber haben dann leider einfache Fehler gemacht, die gnadenlos bestraft worden sind.“ 96-Trainer Breitenreiter: „Natürlich sind wir enttäuscht, weil wir bis auf wenige Momente ein Top-Auswärtsspiel gemacht haben. Alle Tore sind daraus entstanden, dass wir leichte Ballverluste hatten und Leipzig uns dann per schnellem Umschaltspiel kalt erwischt hat. In der zweiten Halbzeit haben wir das besser gemacht und hinten raus große Moral bewiesen.“ Manager Horst Heldt: „Die Leipziger haben nicht gewonnen, weil sie uns niedergespielt haben, sondern weil sie das gemacht haben, was sie exzellent können. Trotz alledem gab es Momente im Spiel, um in Führung zu gehen. Wir hätten einen Punkt verdient gehabt – einfach ein Tag zum Ärgern.“ Weil 96 noch immer auf einen Dreier wartet. 

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare