Nach über 40 Jahren wird es wieder einen außerordentlichen NFV-Verbandstag geben

Saisonabbruch ohne Absteiger

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Kreis – Der NFV-Verbandsvorstand hat sich in seiner als Video-Telefonkonferenz ausgetragenen Sitzung final mit den vier möglichen Varianten zum Umgang der aktuell unterbrochenen Saison 2019/20 beschäftigt. Dabei einigten sich die dem Verbandsvorstand angehörenden Präsidiumsmitglieder und Vorsitzenden der 33 Kreise auf jene Variante, die einen Saisonabbruch nach Quotientenregelung mit Aufstieg, aber ohne Abstieg vorsieht. Diese Variante wird vom NFV-Verbandsvorstand als Antrag beim außerordentlichen Verbandstag eingereicht, der am 27. Juni als voraussichtlich virtuelle Veranstaltung ausgetragen werden soll. „Das Webinar am vergangenen Sonnabend hat noch einmal zur umfassenden Information der Vereine beigetragen. Die Resonanz hat gezeigt, wo die Präferenzen der Vereine liegen. Insofern ist der Verbandsvorstand auch nach Empfehlung des Präsidiums einmütig zur Beschlussfassung gekommen. Der Antrag auf einen Saisonbruch nach Quotientenregelung mit Auf-, aber ohne Absteiger wird der Einzige sein, der von Seiten des NFV-Verbandsvorstandes auf dem außerordentlichen Verbandstag eingebracht und zur Abstimmung gestellt wird. Unabhängig davon kann jeder Verein einen Antrag im Rahmen der Antragsfrist stellen“, erklärte NFV-Präsident Günter Distelrath. Laut der Geschäftsordnung des Niedersächsischen Fußballverbandes müssen Anträge für einen außerordentlichen Verbandstag, die nicht auf der mit Einberufung bekanntgegebenen Tagesordnung stehen, wenigstens drei Wochen vor dem Verbandstag beim NFV eingereicht werden. Diese Anträge sind allen Mitgliedern des Verbandstages spätestens zwei Wochen vor dem Verbandstag schriftlich mitzuteilen. Nach Ablauf der Drei-Wochen-Frist eingehende Anträge können am Veranstaltungstag des außerordentlichen Verbandstages nur dann noch als Dringlichkeitsanträge vor Eintritt in die Tagesordnung zugelassen werden, wenn dies eine Zweidrittel-Mehrheit der Delegierten beschließt. Neben dem einmütigen Votum für das Abbruchszenario ergab auch die Abstimmung zur Frage „Wer steigt auf?“ ein klares Ergebnis. Mit großer Mehrheit sprach sich der NFV-Verbandsvorstand für die Variante „Regelaufsteiger und Relegationsplatz“ aus. Dass der vom Verband vorgesehene Antrag, der keine Absteiger und nur Aufsteiger vorsieht, spieltechnische Konsequenzen für die kommende Saison hat und eine große Herausforderung für die jeweiligen Spielausschüsse darstellt, ist den Verantwortlichen bewusst. „Hinsichtlich der Planung der Saison wird es keine Denkverbote geben“, erklärte Distelrath. Der NFV behalte sich darüber hinaus vor, Sonderregelungen für die Pokal-Wettbewerbe zu treffen oder die kommende Saison bis zum Beginn der Sommerferien am 22. Juli 2021 zu verlängern. Der außerordentliche Verbandstag am 27. Juni ist der sechste in der Geschichte des NFV. Der bis dato letzte fand 1979 statt. 2020 werden 324 Delegierte teilnehmen. Ihre Zahl setzt sich aus den 200 Delegierten der Mitglieder aus den 33 NFV-Kreisen, den Mitgliedern des Verbandsvorstandes, den jeweils drei Delegierten der vier NFV-Bezirke und den Delegierten jener Vereine, deren Mannschaften gemäß der letzten Bestandserhebung in den Spielklassen der Herren und Frauen von der Oberliga Niedersachsen aufwärts spielen. Pro Mannschaft gibt es einen Delegierten. Die Stimmenzahl eines jeden NFV-Kreises richtet sich nach den Mannschaftszahlen. So verfügt der größte niedersächsische Fußballkreis, der NFV-Kreis Region Hannover, mit aktuell für den Spielbetrieb gemeldeten 1 707 Mannschaften über 20 Stimmen, während der kleinste NFV-Kreis (Holzminden, 137 gemeldete Mannschaften) zwei Stimmen hat.

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