Nils Böhme aus Heinum startet beim „Beast-Race“ in London / 24 Kilometer und 30 Hindernisse bewältigt

Munitionskisten, Burpees und Schlamm

Nils Böhme nach dem Rennen: Der Heinumer bringt zwei Medaillen aus London mit.

HEINUM Nils Böhme stellt sich gerne besonderen Herausforderungen und jetzt konnte er erneut eine erfolgreiche Premiere feiern: Der Heinumer ging beim „Beast-Race“ in London an den Start. Bereits im April war er bei der Deutschland- Premiere dieser internationalen Hindernis-Rennserie „Spartan-Race“ in München angetreten.

Im Olympiapark hatte Nils Böhme am „Super“-Wettbewerb teilgenommen, jetzt ging es auf die verlängerte „Beast-Distanz“, die rund 24 Kilometer lang ist und auf der rund 30 Hindernisse auf die Teilnehmer warten. Ausdauer, Kraft, Beweglichkeit, Schnelligkeit, Geschicklichkeit, Balance und Koordination sind gefragt, aber auch Sportsgeist, wenn jemand an einem Hindernis Unterstützung benötigt. Das war auch dieses Mal erforderlich, denn die Strecke stellte die Sportler vor einige besondere Prüfungen. Rund 3000 „Spartaner“ gingen auf einem ehemaligen Militärgelände im Süden der englischen Hauptstadt an den Start. Nils Böhme, der von seinem Bruder Dennis als „Reiseleiter und Dolmetscher“ begleitet wurde, startete in der zweiten Welle.

Zeigte sich sich am Anfang noch das typische Londoner Schmuddelwetter wurden die Bedingungen im Laufe des Rennens immer besser. Allerdings war die Strecke sehr matschig, und so erlebte auch Nils Böhme, der bereits bei einigen Hindernisrennen am Start war, eine Premiere: „Ich habe noch nie so viele Verletzungen erlebt. Viele Läufer sind im Schlamm stecken geblieben und dabei umgeknickt.“ Der Heinumer blieb davon verschont und lief ein starkes Rennen und dabei kam ihm besonders entgegen, dass es zahlreiche Übungen gab, die viel Kraft erforderten. „Rund fünf Kilometer mussten wir Gewichte rumschleppen, Holzstämme, gefüllte Munitionskisten und Sandsäcke“, erinnert sich der Heinumer Kraftsportler und Fußballer schmunzelnd. Hatte ein Sportler eine Übung nicht geschafft, musste er 30 Burpees absolvieren, dabei handelt es sich um eine Kombination aus Liegestütz, Kniebeuge und Strecksprung. Nils Böhme hatte es zweimal „erwischt“: Einmal an einer Kletterwand und beim Speerwerfen kurz vor dem Ende. „Das haben die Wenigsten geschafft.“

Auch wenn für den Heinumer bei den Hindernisläufen das Motto „Ankommen und Spaß haben“ gilt, zeigte er sich mit seinem Ergebnis sehr zufrieden. Er erreichte in einer Zeit von 2,17 Stunden als 45. Läufer das Ziel. „Das war eine meiner besten Platzierungen.“ Aber getreu des Mottos „Nach dem Lauf ist vor dem Lauf“ hat er sich bereits die nächsten Ziele gesetzt. Mit einigen Läufern, die er in London kennenlernte, will er im nächsten Jahr in Amerika am „Spartan Race“ teilnehmen. Außerdem hat er sich beim Strongman-Cup am Nürburgring angemeldet und es wird eine Neuauflage des „Never give up-Rennens“ geben, das er in diesem Jahr erstmals auf dem Heinumer Sportplatz organisierte. ey

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