Wilhelm König erhält goldene NFV-Verdienstnadel / Zahlreiche Ehrungen bei Hildesheimer Schiedsrichter-Party

„Müssen etwas für die jungen Leute tun“

Der NFV ehrt langjährige aktive Schiedsrichter (von rechts): Thomas Schmidtke, Rolf Klepping, Wilhelm König, Reinhard Klinkert und Schiedsrichterobmann Marcin Kuczera.

KREIS „Das hätte ich nicht gedacht, dass ich mal meinen Vorgänger auszeichnen darf“, sagte der Vorsitzende des Hildesheimer Schiedsrichterausschusses Marcin Kuczera bei der Party der Hildesheimer Schiedsrichtervereinigung und steckte Wilhelm König die goldene Verdienstnadel des Niedersächsischen Fußballverbandes (NFV) an das Revers. „Die Anzahl der Auszeichnungen ist kaum zu zählen. Willi hat mich in meiner Arbeit viel unterstützt, dafür bin ich ihm dankbar“, fügte Kuczera hinzu.

Über 40 Jahre war König unermüdlich im Hildesheimer Schiedsrichterwesen tätig gewesen, als Unparteiischer, Ansetzer, Beobachter und letztlich über 14 Jahre in verantwortlicher Stelle als Kreisschiedsrichterobmann und hatte sich damit große Verdienste erworben. Besonders die Nachwuchsarbeit lag ihm am Herzen. Mit ihm wurden noch weitere aktive Referees geehrt. 25 Jahre dabei sind Rolf Klepping (TSV Gronau) und Thomas Schmidtke (TSV Föhrste). Beide wurden mit der silbernen Verdienstnadel und der Ehrenurkunde des NFV ausgezeichnet. „Als Spätzünder“ wurde Reinhard Klinkert (VfL Rautenberg) bezeichnet. Er hat mit 47 Jahren noch die Schiedsrichterprüfung erfolgreich abgelegt und pfeift seit 15 Jahren. Klinkert bekam die Verdienstnadel des NFV.

Für Saskia Geweke vom SV Rot-Weiß Wohldenberg, der frisch aufgestiegenen DFB-Schiedsrichterin (2. Frauen-Bundesliga), hatte der Obmann noch ein Präsent parat. Ihre erste Begegnung zwischen dem 1. FFC Turbine Potsdam II gegen FFV Leipzig hat sie schon tadellos über die Bühne gebracht.

In diesem Zusammenhang würdigte Kuczera die Leistung der Schiedsrichterinnen und Schiedsrichter und dankte ihnen für den Einsatz in der letzten sowie in der laufenden Saison. Um einen geordneten Spielbetrieb aufrecht zu erhalten würden sie an den Wochenenden oft „Doppelschichten fahren“. Kuczera richtet auch den Dank an die Partnerinnen der Schiris, „denn wenn die Familie nicht mitzieht gibt es Probleme, es wird schwierig für uns“, bestätigte er. Doch zuvor hatte der 1. Vorsitzende der Hildesheimer Schiedsrichtervereinigung Walter Klußmann die Party offiziell eröffnet. Diesmal mischte sich besonders junges Publikum unter die Gäste, zur Freude Klußmanns und seinen Mitstreitern. „Wir müssen etwas für die jungen Leute tun“, hatte sich der Vorsitzende auf seine Fahne geschrieben. Die Idee des Vorstandes, das frühere „Schiedsrichter-Vergnügen“ in „Schiedsrichter-Party“ umzuwandeln, scheint aufgegangen zu sein. Auch das gute Ambiente im Restaurant Kupferschmiede spielte scheinbar eine Rolle, denn der Saal war ausgebucht und die Stimmung kam zu später Stunde auf den Siedepunkt.

Zahlreiche Mitglieder der Schiedsrichtervereingung wurden für ihre Treue mit Ehrennadeln, Pokalen und Urkunden ausgezeichnet. 20 Jahre dabei sind: Tobias Kohn (TSV Brunkensen), Heinz Appel (MTV Banteln), Stephan Nowraty (SV Wehrstedt 65), Marcin Kuczera (VfL Nordstemmen), Sebastian Lieke (SV Hildesia Diekholzen). 30 Jahre dabei sind: Hermann Klüschen (SSV Elze), Sinan Erim (SV Einum), Klaus Meyer (DSC Duingen), Udo Philipp (SV Friesen Langenholzen), Thomas Kaufhold (TSV Hohenhameln), Ernst-Ulrich Jacobs (TSV Eberholzen). Ehrung für 40-jährige Mitgliedschaft: Engelbert Wichmann (SC Asel), Wilhelm König (DJK Blau-Weiß Hildesheim), Rainer Krökel (SC Drispenstedt) und Heinrich Feise (TSV Giesen). bn

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