Ultra-Läufer stellen sich heute beim „KiLL 50“ besonderer Herausforderung / Positives Fazit des Barfelder Marathons

Motto: „Kein idyllischer Landschaftslauf“

Im vergangenen Jahr starteten rund 30 Läufer am Sportplatz in Neuhof zum „KiLL 50“. Auch heute müssen sie auf den 50 Meilen rund 2200 Höhenmeter zurücklegen. Fotos: Kreikenbom, Kolbe-Bode, Meyer

HILDESHEIm „Nach dem Zeittunnelmarathon kommt der KiLL 50“: So lautet das Motto für Michael Neumann und Susanne Holz. Die Veranstaltungen der beiden Hildesheimer erfreuen sich bei Ultraläufern großer Beliebtheit und die heutige Veranstaltung stellt wieder eine große Herausforderung da. Das macht die Abkürzung deutlich: „Kein idyllischer Landschaftslauf“.

Über Langeweile konnten sich die beiden Organisatoren in den vergangenen Wochen nicht beklagen. Denn während die Vorbereitung auf den „KiLL 50“ auf Hochtouren lief, galt es auch, den Zeittunnelmarathon endgültig abzuschließen. Für die Veranstaltung in Barfelde (die LDZ berichtete) kann Michael Neumann ein rundum positives Fazit ziehen. „Die Resonanz der Läufer war sehr gut. Mit der Teilnehmerzahl von 100 Sportlern sind wir sehr zufrieden und bei der Stimmung an der Strecke haben sich die Barfelder im Vergleich zum Vorjahr noch einmal deutlich gesteigert.“ Auch der neue Streckenverlauf sei sehr gut angekommen und das Wetter habe sich von seiner besten Seite gezeigt. Die Zusammenarbeit zwischen der Reservistenkameradschaft Despetal und der Feuerwehr sei reibungslos gelaufen und die Organisatoren waren sich schon am nächsten Morgen einig, das es eine Neulauflage des Barfelder Zeittunnelmarathons bei der Zeitumstellung im Oktober 2014 geben wird.

Doch jetzt sind die Augen erst einmal den heutigen „KiLL 50“ gerichtet. Mit Einbruch der Dunkelheit werden sich rund 30 Läufer aus dem gesamten Bundesgebiet auf den Weg machen. Wie der Name verrät, werden die Sportler 50 Meilen, also rund 80 Kilometer, zurücklegen. Gestartet wird am Sportplatz in Neuhof und dann geht es durch den Hildesheimer Wald und die Sieben Berge. Die Läufer sind oberhalb des Despetals unterwegs ehe an der Grillhütte in Eberholzen eine Verpflegungsstation auf sie wartet. Aber auch in Richtung Bad Salzdetfurth und Diekholzen wird sie die Strecke führen. Die Sportler sind ausgestattet mit GPS-Gerät, Warnweste, Stirnlampe und Notfallpfeife und orientieren sich an reflektierenden Streckenmarkierungen. Auf den Waldwegen müssen insgesamt 2200 Höhenmeter zurückgelegt werden. Eine gute Orientierungsfähigkeit ist genauso entscheidend wie die läuferischen Fähigkeiten“, beschreibt Michael Neumann die sportliche Herausforderung. Mit dem Vorjahressieger Matthias Schramm sowie Lars Donath und Georg Kunzfeld sieht der Organisator gleich drei Läufer in der Favoritenrolle. „Wenn das Wetter mitspielt, wird in diesem Jahr ein neuer Streckenrekord aufgestellt.“ Das bedeutet, dass der Sieger am frühen Sonntagmorgen nach knapp siebeneinhalb Stunden wieder am Sportplatz in Neuhof eintreffen würde.

Vor dem Start gibt es wieder eine „Erkennungsmarke“, die für jeden Läufer individuell bearbeitet wurde. Sollte er es allerdings nicht ins Ziel schaffen, wird die zerbrochene Marke „Kill Bill“ um den Hals gehängt. Dabei handelt es sich um ein Plastikskelett, das bereits zahlreiche Trophäen trägt. „Die ändere Hälfte können die Läufer mitnehmen, als böse Erinnerung und Anreiz, sich im kommenden Jahr erneut der Herausforderung zu stellen“, sagt Michael Neuman lächelnd.

Mit dem „KiLL 50“ klingt ein arbeitsintensives Jahr für die Organisatoren aus, aber sie haben für 2014 bereits neue Pläne. So wird es im Februar erstmals den „Schneewitchen-Trail“ geben, der in Hörsum gestartet wird und durch die Sieben Berge führt. Dabei handelt es sich um einen 50-Meilen-Lauf, aber es können auch 30 und 50 Kilometer zurückgelegt werden. ey

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