Die Verantwortlichen des TSV Deinsen schauen nicht auf die Platzierung / „Fengler & Co.“ setzen auf die Jugend

Mannschaft befindet sich im Umbruch

Genauer Beobachter: Norbert Fengler vom Deinser Trainer-Trio schaut sich die Leistung seiner Spieler an.

DEINSEN „Wir befinden uns in der Entwicklung, daher zählt für uns keine Platzierung“, betont Norbert Fengler, einer der drei Trainer des TSV Deinsen neben Alexander Schulze und Benjamin Fredrich, im LDZ-Gespräch zur Zwischenbilanz nach der Vorrunde. Die Platzierung muss man sich ohnehin nicht anschauen, denn der TSV Deinsen hat als momentan Zehnter zwei Spiele weniger absolviert als die vor ihm stehenden Teams und entsprechend weniger Zähler: Nach zwölf Spielen bringt es der TSV auf 15 Punkte und 25:32 Tore.

„Die Mannschaft befindet sich seit ein bis zwei Jahren im Umbruch, denn die älteren Spieler wie Björn Fengler und Dennis Henkel sind nicht mehr dabei“, so Fengler, der gleichzeitig Präsident des TSV Deinsen ist und somit alle Zusammenhänge im Überblick hat. Er ist stolz darauf, dass mehr als 50 Prozent der Deinser Spieler aus den eigenen Reihen stammen. Und es wird noch besser: In den nächsten Jahren kommen 15 Akteure von den A-Junioren „hoch“ zu den Herren, von denen Fengler mindestens die Hälfte in der „Ersten“ erwartet. „Der Prozess soll in drei Jahren abgeschlossen sein, dieser Aufgabe haben wir uns gestellt“, so Fengler, der nicht nur den größeren Trainer-Kader damit begründet, sondern auch darauf hinweist, dass mit Betreuer Simon Globke und Physiotherapeutin Alexandra Brause quasi zwei weitere Personen zum Trainerstab gehören. Auf die Frage, ob sich das bereits bewährt habe, antwortet Norbert Fengler ohne zu zögern: „Ja, bei den jungen Leuten, bei den 18- bis 20-Jährigen, ist eine deutliche Leistungssteigerung zu sehen, da wir mit allen Spielern individueller arbeiten können“, so der Trainer. Darüber hinaus habe man mit Kai Wagener noch einen weiteren wichtigen Mann, der mit seiner Torwartschule die Torhüter speziell fördert. „Da können alle mitmachen, auch die der zweiten Herrenmannschaft und der A-Junioren“, so Fengler zu dem Luxus, den nicht viele Vereine bieten können. Das große Umfeld an kompetenten Betreuern habe sich auf jeden Fall bewährt.

Fengler zeigt sich mit dem Ist-Zustand zufrieden: „Wir haben jetzt ein Sechstel der Umbruchphase hinter uns und versuchen weiterhin, mit bescheidenen Mitteln im kleinen Dorf Strategien zu verfolgen, um weiter erfolgreich arbeiten zu können“. In den vergangenen Jahren habe der TSV fast immer auf Bezirksebene gespielt. Ob man das wieder erreichen könne, sei nicht vorhersehbar, schließlich gebe es Faktoren, die nicht zu berechnen seien: „Es gibt immer Risiken, denn manche Spieler werden studieren, andere verschlägt es aus beruflichen Gründen in die Ferne, das sieht in einer Stadt anders aus“, so Fengler weiter. Dennoch sei er grundsätzlich optimistisch, denn mit dem lange Zeit verletzten Jan Hammerlik und Rückkehrer Pascal Scholz (TSV Gronau) würden in der Rückrunde zwei Spieler mehr zur Verfügung stehen.

Die Vorbereitung auf die Rückrunde, die für den 28. Februar mit dem Heimspiel gegen den Duinger SC angesetzt ist (Nachholspiel), startet am Sonntag, 31. Januar 2016, auf dem Sportplatz in Deinsen. Zuvor wird der TSV an drei Hallenturnieren teilnehmen: Beim Sieben-Berge-Cup des TSV Warzen in Alfeld, beim Turnier des WTW Wallensen in Salzhemmendorf und beim Wettbewerb des SV Freden – aus Verbundenheit zu dem Verein, für den TSV-Coach Alexander Schulze lange Jahre gespielt hatte. „Wir werden nicht nur unsere Hallen-Experten schicken, sondern mit einer gemischten Mannschaft auflaufen“, verspricht Fengler. Bei der Zusamamenarbeit mit der „Zweiten“ sehe er keine Probleme, schließlich verfüge die mit Lars Wedekind über einen guten Trainer, der auch als Funktionär in vielen Bereichen für den Verein tätig ist. Als Favoriten für die Meisterschaft in der Kreisliga sieht Fengler die zur Zeit vorn liegenden Teams, Tabellenführer SV Bavenstedt II und FC Algermissen. „Die Teams haben schon einen Vorsprung und werden sich den nicht mehr nehmen lassen“. rk

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