20-jährige Dressurreiterin aus Elze fliegt mit deutscher Studenten-Auswahl Ende März zum Wettbewerb nach Abu Dhabi

Magdalena Preisler für WM qualifiziert

Diese Studentenreiter fahren zur WM 2014 (vorn v.l.): Marian Altemeier, Johanna Hüttich, Magdalena Preisler und Till Möller mit Aktivensprecherin Britta Knaup und Disziplinchef Martin Kronenberg. Foto: Diederich

ELZE / ABU DHABI „Das ist überwältigend“, freut sich Magdalena Preisler auf ihren bislang größten Reitwettkampf: Ende März nimmt die 20-jährige Elzerin an den Weltmeisterschaften der Studentenreiter im sechs Flugstunden entfernten Abu Dhabi (Vereinigte Arabische Emirate) teil.

Dafür qualifiziert hat sich Magdalena Preisler, die in Hannover im fünften Semester Jura studiert, durch den Gewinn der Deutschen Hochschulmeisterschaften in Elmshorn Ende vergangenen Jahres und einem anschließenden Auswahl-Lehrgang an der westfälischen Reit- und Fahrschule unter der Leitung von Martin Plewa, bekannt als Goldmedaillengewinner bei Olympischen Spielen und Teilnehmer bei Welt- und Europameisterschaften. Mit der Mannschaft war sie in der Kombination aus Springreiten und Dressur, gemeinsam mit Sarah Schubert und Jennifer Weltin, Vizemeister geworden. Das Besondere bei den Studentenreitern: Sie dürfen nur mit fremden Pferden reiten, das gilt auch bei der Weltmeisterschaft.

„Ich habe mich natürlich riesig gefreut, dass ich ausgewählt wurde, denn von den zwölf Nominierten fahren nur vier nach Abu Dhabi mit“, so Magdalena Preisler, die gemeinsam mit Marian Altemeier (Akademischer Reitclub Hamburg), Johanna Hüttich (Uni Marburg) und Till Möller (Uni Göttingen) die deutsche Fahne hochhalten wird.

Die Weltmeisterschaft findet in der Zeit vom 25. bis zum 28. März statt. Magdalena Preisler wird schon ein paar Tage vorher – gemeinsam mit Vater Alexander Roland, Trainer Burkhardt Linse und ihrem Freund René Helm – anreisen, um sich in ungewohnter Umgebung zu akklimatisieren.

Bis zur WM-Teilnahme war es für die 20-Jährige ein langer Weg: Magdalena Preisler reitet schon von Kindesbeinen an. Als Schülerin ist sie für das CJD Elze gestartet und hat bei ihren Wettbewerben zahlreiche Erfolge auf Kreis- und Bezirksebene eingefahren.

Als junge Erwachsene wechselte sie zum RFV Gronau, für den sie bei den regionalen Turnieren startet. Das hat mit ihrem Trainer zu tun: Burkhardt Linse war ebenfalls für den RFV aktiv, der wiederum von seiner Ausbilderin Dagmar Bartels aus Esbeck profitierte. Die Pferde von Magdalena Preisler stehen auf dem Hof von Burkhardt Linse und seiner Frau Marion Redanz-Linse in Deilmissen, die sich mit dem privaten Reitstall einen „langgehegten Wunsch für den dritten Lebensabschnitt erfüllt haben“, wie Burkhardt Linse betont. Er war es auch, der Magdalena Preisler bei einem Turnier in Springe „entdeckt“ hat, und sie dafür gewinnen konnte, mit den Pferden des Hofes Linse bei Turnieren an den Start zu gehen. „Magdalena war durch ihren Vater exzellent vorbereitet gewesen. Dazu kommen ihre Stärken wie Disziplin, Durchhaltevermögen und das gewissen Gefühl für Pferde“, beschreibt Linse die Grundlagen für den Erfolg der jungen Reiterin.

Magdalena Preisler hat sich im Laufe der vergangenen Jahre gesteigert: War sie anfangs noch in der A-Dressur angesiedelt, hat sie sich über die L- und M-Dressur zur S-Dressur entwickelt. Mit „La Cinderella“ hat sie beispielsweise bei S-Dressuren im Jahr 2013 drei vordere Plätze beim Wettkampf in Guxhagen ergattert. Heute wird sie bei einem Turnier in Springe erstmals den achtjährigen Holsteiner „Le Douzieme“ (auch „Le Beau“ genannt) in einer S-Dressur reiten. Im vergangenen Jahr hatte das Duo schon eine M-Dressur in Isernhagen gewonnen.

„Als wir die Nachricht bekommen haben, dass Magdalena sich für die WM qualifiziert hat, habe ich einen Urschrei losgelassen“, erinnert sich Burkhardt Linse noch an das Telefonat. Er ist natürlich mächtig stolz auf seinen Schützling, der „das gewisse Feingefühl für die Pferde hat, um das notwendige Vertrauen aufbauen zu können“. Magdalena Preisler steckt schon in der Vorbereitung zur WM. Neben dem „Heimtraining“ stehen wöchentliche Trainingseinheiten bei Fritz Fricke in Pattensen (Dressur) und bei Dieter Smitz in Bad Nenndorf (Springen) auf dem Programm. Aufgeregt sei sie noch nicht. Das könne sie sich auch – vor allem beim Wettkampf – nicht erlauben, schließlich würde sich Nervosität auf das Pferd übertragen. rk

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