Luftgewehr-Bundesliga schießt in Nordstemmen / Platz 4 ist das Ziel

Letzte Chance: Fahrkarte für die Finalwettkämpfe

Wiederholung erwünscht: Beim Heimwettkampf in der vergangenen Bundesliga-Saison feiern die KKS-Schützen in der heimischen Sporthalle jeweils 3:2-Erfolge gegen den Post SV Düsseldorf und SV Deiringsen.

NORDSTEMMEN Am Wochenende werden in der Sporthalle Jahnstraße in Nordstemmen die beiden letzten noch ausstehenden Begegnungen der Bundesliga Nord ausgetragen. Dann hat in der Achtergruppe jeder gegen jeden geschossen und es steht fest, welche Mannschaften um den Deutschen Meistertitel am 8./9. Februar in Rotenburg/Fulda schießen werden. Nur die besten Vier kommen weiter und treffen dort auf das Spitzenquartett der Liga Süd.

Ob die Luftgewehrspezialisten der KKS Nordstemmen dabei sein werden, steht noch in den Sternen. Zurzeit rangieren die Niedersachsen auf dem sechsten Tabellenplatz und hoffen bei ihren zwei Heimwettkämpfen auf die anfeuernde Unterstützung zahlreicher Zuschauer.

Erster Gegner für die KKS ist am Sonnabend um 18.30 Uhr der Post SV Düsseldorf, der in einem dramatischen Match kürzlich Spitzenreiter Hubertus Elsen besiegen konnte. Ein einziger Schuss war für diese Begegnung entscheidend. Beide Teams hatten mit zwei Einzelsiegen gleichauf gelegen. Die Entscheidung musste ein Stechschießen auf Startplatz drei zwischen Peter Hellenbrand (Düsseldorf) und Julian Justus (Elsen) bringen. Die beiden Athleten hatten sich zuvor mit 398 ) Ringen ein unglaubliches packendes Duell geliefert und wurden noch einmal vor die Scheiben gerufen, denn ein Unentschieden gibt es in der Bundesliga Sportschießen nicht. Zusätzlich kam noch der Druck, dass jeder von ihnen Sieg oder Niederlage für seine Mannschaft im Lauf hatte. Die Anspannung der beiden matchentscheidenden Schützen mag man daran erkennen, dass Hellenbrand eine Neun schoss und Justus gar nur den Achterring traf. Eine mittlere Katastrophe für Deutschlands besten Mann bei der Olympiade 2012 in London. Endstand also 3:2 aus Sicht der Rheinländer, gegen die sich nun die Schützen der KKS zur Wehr setzen müssen.

Anja Korf, Co-Trainerin der KKS, sind dabei weitgehend die Hände gebunden. Sie hat sich bei ihrer Mannschaftsaufstellung nach der Setzliste des Deutschen Schützenbundes zu richten. So wird Nordstemmen am Wochenende vermutlich auflaufen mit Henrik Borchers auf Position eins, gefolgt von Stine Andersen, Nadine Gudert, Katharina Hottenrott und David Kroll.

Zweiter Gegner am Sonntagvormittag um 11.30 Uhr ist die SSG Kevelaer. Auch diese Mannschaft ist ein extrem harter Brocken. Angeführt von dem in Israel wohnenden Russen Sergy Richter, der sich mit einem 396er Ligaschnitt gehörigen Respekt verschaffen konnte. Die Kevelaer liegen einen Tabellenplatz vor der KKS und haben sicher das gleiche Nahziel vor Augen wie die Nordstemmer. Beide möchten nur zu gern das zweite niedersächsische Team, die SB Freiheit, vom vierten Tabellenplatz verdrängen, um im Endspurt doch noch einen Finalplatz zu ergattern. Noch ist ein Stühlerücken möglich. ks

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