TSV Gronau verliert Gemeindederby gegen SV Betheln verdient

„Katastrophale Leistung“

Gronaus Dimitrios Vatamidis sieht eine schwache Leistung.

GRONAU 1. Kreisklasse B: TSV Gronau - TSV Betheln/Eddinghausen 1:3 (0:1) - „Das war eine katastrophale Leistung, das grenzte an Arbeitsverweigerung.“ Gronaus Teammanager Andreas Scholz war nach dem Abpfiff richtig bedient. Der TSV verlor nach einer schwachen Leistung völlig verdient im Gemeindederby gegen Betheln. Die Ambitionen, bis zur Winterpause wieder ins obere Drittel der Tabelle zu klettern, erhielten dadurch einen mächtigen Dämpfer.

Knapp 100 Zuschauer hatten sich in der Kuhmasch eingefunden, doch von Derbystimmung war nicht viel zu spüren. „Das hatte den Charakter eines Vorbereitungsspiels“, so Andreas Scholz, der im November „Sommerfußball“ sah. Chancen von Seiten der Gastgeber waren nicht zu verzeichnen, die Bethelner hatten kaum Mühe, ihren Kasten „sauber“ zu halten. In der 40. Minute fiel das nicht unverdiente 1:0 für die SV. Die TSV-Abwehr bekam den Ball nicht aus der Gefahrenzone, Marcel Wißerodt bedankte sich mit der Führung, mit der es auch auf Kabinen ging. Kurz vor der Pause hatte Gronaus Kenneth Keminer die schnelle Antwort auf dem Fuß, doch sein Schuss ging knapp über das SV-Tor. Hatte Dimitrios Vatamidis seinen Spielern in der Besprechung neue Anweisungen mit auf den Weg gegeben, konnte der TSV-Trainer diese relativ schnell wieder vergessen, denn nur zwei Minuten nach dem Wiederanpfiff erhöhte Robert Borstel nach einem Freistoß von Marcel Wißerodt auf 2:0. Jetzt mussten die Gronauer natürlich eine Reaktion zeigen, wollten sie am Ende etwas Zählbares in den Händen halten, aber wirklich zwingende Chancen konnten sie sich nicht erspielen. Sie setzten ab der 60. Minute auf völlige Offensive, was den Gästen natürlich Freiräume ermöglichte. „Diese Kontersituationen hätten wir konsequenter spielen müssen, dann wäre der Sack endgültig zu gewesen“, sagte Bethelns Trainer Malte Petold, der aber noch den 1:2-Anschlusstreffer durch Kenneth Keminer notieren musste. Er traf aus sieben Metern, nachdem der Schiedsrichter nach einem Rückpass auf Freistoß entschieden hatte. Ein Konter in der Nachspielzeit, den Simon Göhl nach einer Vorlage von Nico Seidel vollendete, brachte den 1:3-Endstand. „Ein verdienter Sieger nach einer sehr guten Mannschaftsleistung“, so Malte Petzold abschließend. ey

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