Freiwilliges Soziales Jahr: Janik Schöler aus Nordstemmen ist in Vereinen und Schulen unterwegs

Jeden Tag Tischtennis

Angenehme Aufgabe: Janik Schöler (3.v.r.) mit den Teilnehmern des Jugendtrainings beim TSV Gronau. Jugendwart Thilo Dechau (l.) ist vom Engagement des Nordstemmers begeistert. Fotos: Kuhlemann

nordstemmen Janik Schöler aus Nordstemmen ist einer der jungen Erwachsenen, die ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) absolvieren. Seit Mitte vergangenen Jahres ist der 19-Jährige in mehreren Sportvereinen und Grundschulen aktiv – und das zu seinem Glück auch noch in seiner Lieblingssportart: Tischtennis.

Janik Schöler jagt seit seinem sechsten Lebensjahr der schnellen Zelluloidkugel hinterher. Wie sein Vater Thomas spielt er beim SV Emmerke um Punkte. Und das ziemlich erfolgreich: In der Jugend hat Janik gemeinsam mit seinem Doppelpartner Jan Ole Jung und auch im Einzel mehrere Kreismeistertitel eingefahren. Auf Bezirksebene wurde er 2014 Vizemeister im Einzel. Beim SVE hat er in der höchsten Spielklasse, der Niedersachsenliga, gespielt.

Der Wechsel in die Herrenmannschaft hat dem Nordstemmer keine Probleme bereitet, denn in der Bezirksoberliga Süd kann der an Nummer 3 gesetzte Spieler gut mithalten. Momentan belegen die Emmerker Platz fünf der Spielklasse, doch nach oben ist durchaus noch etwas drin.

Der jüngste Erfolg von Janik Schöler liegt noch nicht lange zurück: Bei den Vereinsmeisterschaften wurde er gemeinsam mit der Nummer 1 der „Ersten“, Pascal Wodniczak, Doppelmeister – nach einem 3:2-Sieg gegen Norbert Baule/Thomas Hollenbach. Außerdem wurde Schöler nach einer 1:3-Finalniederlage gegen Norbert Baule Vizemeister im Einzel. Für andere Sportarten hat Schöler, der im vergangenen Jahr sein Abitur am Sarstedter Gymnasium bestanden hat, wenig Zeit. In den Sommermonaten geht er mit seinen Freunden auf den Bolzplatz, doch meistens ist er in der Halle beim Tischtennis anzutreffen.

Beruflich ist der Weg geebnet: Das Freiwillige Soziale Jahr läuft Ende Juli aus, dann wird der 19-Jährige eine Ausbildung zum Finanzwirt beim Finanzamt in Hildesheim beginnen. „Die Alternative wäre ein Wirtschaftsstudium gewesen, aber so ist es noch besser“, freut sich Schöler auf den künftigen Job im Amt.

Bis dahin wird er aber noch seinen Aufgaben als FSJler nachgehen. Neben dem SV Emmerke profitieren der SV Sorsum, der TSV Gronau, der TTS Borsum und die TTG Hönnersum davon, wo Schöler in das Jugendtraining involviert ist. Darüber hinaus ist er an vier Schulen im Einsatz, den Grundschulen in Banteln, Emmerke und Gronau (hauptsächlich Tischtennis, aber auch andere Ballsportarten) sowie am Sportgymnasium in Himmelsthür. Im zweiten Schulhalbjahr wird er zudem in der Grundschule Barnten eine Tischtennis-AG leiten. Teilweise ist er vormittags, teilweise nachmittags, aber auch in den Abendstunden beim Vereinstraining im Einsatz. Leihschläger und einen Karton voller Bälle sowie seine Sporttasche hat er immer im Auto. Neben den Übungseinheiten ist er auch als Betreuer von talentierten Spielern unterwegs. So begleitet er beispielsweise das Geschwisterpaar Celine und Cedrik Schröder aus Sorsum zu den Trainingseinheiten mit dem Landeskader oder übernimmt auch mal die Betreuung der Jugendspiele an den Wochenenden. Auch beim Auftritt der Gymnasiasten im Rahmen des Wettbewerbs „Jugend trainiert für Olympia“ war Schöler als Betreuer dabei. Die Mädchen haben sich für den Landesentscheid qualifiziert.

Im Rahmen des FSJ unter der Trägerschaft des ASC Göttingen stehen dem Absolventen auch 25 Seminar-Tage zu, die Janik Schöler zur C-Trainer-Ausbildung nutzt. Die führt ihn dann unter anderem zum Landesstützpunkt nach Hannover oder auch zum Frühjahrs-Seminar auf die Insel Langeoog. „Es macht Spaß, mit jungen Leuten zu arbeiten und das Wissen weiterzugeben, um Talente zu fördern. Außerdem lerne ich viel über Taktik, Methodik, Zeitmanagement und Durchsetzungsvermögen“, betont Schöler.

Es ist eine „Win-Win-Situation“, von der auch die Schulen und Vereine profitieren, wie Thilo Dechau beim Nachwuchstraining in der Gronauer Sporthalle am Wildfang versichert: „Janik ist absolut zuverlässig und hat einen guten Draht zu den jungen Spielern“, so der Jugendwart über den ersten FSJler beim TSV. rk

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