Spiel mit Höhen und Tiefen: HC Eintracht siegt Handball Hannover-Burgwedel mit 32:26 

Hildesheim zurück in der Erfolgsspur

Moritz Schade nutzt eine Lücke in der Hannoveraner Abwehr sicher aus.
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Moritz Schade nutzt eine Lücke in der Hannoveraner Abwehr sicher aus.

Hildesheim – Der HC Eintracht Hildesheim hat das Derby gegen Hannover Handball-Burgwedel mit 32:26 gewonnen. Auch wenn das Ergebnis letztlich klar war, von einer überzeugenden Leistung war die Vorstellung der Gastgeber aber weit entfernt. Vor 800 Zuschauern, darunter mit Timo Kastening und Silvio Heinevetter zwei prominenten Nationalspielern von der MT Melsungen, hatten die Einträchtler sowohl in der ersten als auch in der zweiten Halbzeit schwache Phasen, in denen sie fahrig und wenig motiviert wirkten. Nach der ersten Hälfte hatte der HC knapp mit 16:15 geführt. Hauptkonkurrent Vinnhorst gewann ohne Mühe beim SV Anhalt Bernburg und bleibt damit ohne Minuspunkt. 

„Wir arbeiten weiter und wollen schnell zurück in die Erfolgsspur“, hatte sich HC-Chefcoach Jürgen Bätjer nach der Niederlage gegen den TuS Vinnhorst kämpferisch geäußert und damit auch gleich eine Erwartung an seine Mannschaft formuliert. Mit Sören Kress, Marko Matic und Kay Behnke fehlten seiner Mannschaft gleich drei verletzte Akteure, trotzdem erwarteten die Hildesheimer Fans einen klaren Erfolg gegen den Tabellenvorletzten und damit auch eine Reaktion ihrer Mannschaft auf die erste Saisonniederlage. Kress und Matic saßen auf der Bank, ohne einsatzbereit zu sein. 

Die Hildesheimer begannen flüssig und engagiert. Nach acht Minuten hatten sie sich mit effektivem Tempospiel eine 5:2 Führung herausgeworfen. Die Gäste versuchten ihr Glück mit dem siebten Feldspieler, tappten dabei aber in die Falle. Nach Ballgewinnen in der Abwehr traf Lukas Schieb gleich zweimal mit Fernwürfen in verwaiste leere Burgwedeler Tor. Nach einer knappen Viertelstunde war der Hildesheimer Vorsprung auf 10:5 ausgebaut, danach aber kam ein Bruch ins Spiel der Gastgeber. Unerklärlicherweise nahmen sie jetzt das Tempo raus, und ließen in der Defensive stark nach. Der wacker kämpfende Gast arbeitete sich Tor um Tor wieder heran und hatte in Marc Godon den überragenden Torschützen des Spieles in seinen Reihen. Eintracht fand kein Mittel gegen den wurfstarken Burgwedeler Rückraumspieler, der die Hildesheimer Abwehrspieler ganz schlecht aussehen ließ. HC-Trainer Bätjer hatte nach einer Auszeit in der 23. Minute Jan Winkler und Jakub Tonar für Jonas Richardt und Lukas Schieb gebracht, Tonar stand erneut völlig neben sich und musste schnell wieder auf die Bank. In der 20. Minute war Leon Krka für Konstantin Madert ins Tor gekommen. Beide Keeper sind aktuell von ihrer Bestform etwas entfernt. Weil Marko Matic verletzt nicht eingesetzt werden konnte, bekam Antonio Sario die Chance im linken Rückraum. Der Spanier nutzte sie, bot seine beste Saisonleistung und kam auf insgesamt sechs Treffer. Die 16:15 Führung nach der ersten Hälfte sorgte auf den Rängen für Enttäuschung, weil Eintracht einen klaren Vorsprung leichtfertig verspielt hatte. 

Nach dem Wechsel glichen die Gäste durch den starken Godon zunächst zum 16:16 aus, dann aber folgte wieder eine starke Hildesheimer Phase. Lukas Schieb steigerte sich und auch Sario bekam wieder Sicherheit in seine Würfe. Im Tor steigerte sich Leon Krka, parierte jetzt einige Bälle. Mit einem Fernwurf hatte auch er den Treffer zum 17:16 erzielt. Die Gastgeber beherrschten ihren Gegner in dieser Phase zwischen der 34. und 55. Minute jetzt sicher, bauten die Führung über 29:21 auf 30:22 aus. Nikolaos Tzoufras ackerte am Kreis wie eh und je, kam bei sieben Versuchen auf fünf Tore. Fünf Minuten vor dem Ende folgte erneut ein Bruch im Hildesheimer Spiel, Burgwedel kam so zu leichten Toren und verkürzte den Rückstand. Das 32:26 war am Ende verdient und ungefährdet. Mit Blick auf den Anspruch der Hildesheimer aber gab es trotzdem enttäuschte Gesichter auf Seiten der Einträchtler, die aber mit nunmehr 16:2 Punkten und dem zweiten Platz durchaus im Soll liegen.

Am kommenden Sonnabend reist der HC nach Sachsen-Anhalt zum HC Burgenlan Anpfiff ist um 19.30 Uhr. mab

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