Torflaute im Eintracht-Angriff: Zweitligist unterliegt in Rostock mit 16:21

Hildesheim taumelt Richtung Abstiegsplätze

Gerald Oberbeck ist derzeit alles andere als zufrieden mit seinem Team: Hier bekommt das Max Jonsson zu spüren. Foto: Kreikenbom

HILDESHEIM Mit einer weiteren Enttäuschung für die Handballer von Eintracht Hildesheim endete das Zweitligapunktspiel zwischen dem HC Empor Rostock und den Hildesheimern, die mit einem 16:21 im Gepäck aus der Hansestadt zurückkehrten. Eintracht hängt nach dieser Niederlage im Tabellenkeller fest und hat nur noch einen Zähler Abstand zum ersten Abstiegsplatz.

Eintracht-Trainer Gerald Oberbeck hatte Veränderungen vorgenommen im Kader. So hatte er seinen Kapitän Michael Hoffmann zu Haus gelassen, auch der erkrankte Milan Weißbach und der angeschlagene Marvin Nartey fehlten. Dafür waren Marcus Schiech und Frederic Stüber mit in die Hansestadt gefahren, in der sich beide Mannschaften angesichts ihrer angespannten Tabellensituation sehr viel vorgenommen hatten.

Es entwickelte sich in der mit 730 Zuschauern ausverkauften Ospa-Arena eine ausgeglichene Partie, in der zunächst die Einträchtler vorlegten. Beim 4:3 holten sich die engagierten Gastgeber ihre erste Führung, bauten diese bis zur 15. Minute auf 6:3 aus. Die Hildesheimer jedoch zeigten Moral und Courage und glichen nach Toren von Martin Murawski, der zweimal vom Punk traf, und Maurice Herbold fünf Minuten später zum 6:6 aus. Nachlaufen verdonnerten. Zwei Minuten vor dem Halbzeitpfiff führte Eintracht nach einem weiteren Murawski-Siebenmeter mit 9:8, als Rostocks Coach Radislaw Trtik eine Auszeit nahm. Prompt glichen seine Schützlinge aus. Michael Qvist erzielte den letzten Treffer einer torarmen, aber hart umkämpften ersten Hälfte, nach der die Eintracht eine knappe 10:9 Führung mit in die Pause nahm.

Die Partie war auch nach der Pause hart umkämpft, beide Teams schenkten sich nichts, der Kampf um den Klassenerhalt ist ein hartes Stück Arbeit und vor allem Kampf. Tore allerdings blieben Mangelware, minutenlang gelang keiner Mannschaft ein Treffer. 14:14 hieß es, als Rostock in der 45. Minute die zweite Auszeit nahm. Drei Minuten vorher hatte Rostocks bis dahin erfolgreichster Werfer Tom Wetzel nach der dritten Zeitstrafe die rote Karte gesehen. Im Eintracht-Angriff fiel es sichtlich schwer, den Ball im Rostocker Tor unterzubringen. Gegen die offensiv deckenden Gastgeber fiel den Hildesheimern rein gar nichts Brauchbares ein. Im Rückraum wurden kaum Zweikämpfe gewonnen. So ging es in die Schlussviertelstunde, die weiterhin Kampf und Spannung versprach. Eintracht allerdings hatte jetzt eine Schwächephase, kassierte vier Treffer in Folge, ehe Oberbeck in der 52. Minute eine Auszeit nahm. Diese hatte keine Auswirkung, denn Rostock erhöhte zunächst auf 19:14 und hatte spätestens beim nach 20:14 in der 53. Minute die Vorentscheidung geschafft. Tore blieben auch in den Schlussminuten Mangelware, am Ende gewann der HC Empor mit 21:16.

Lediglich fünf Feldtore in einer Halbzeit sind schlichtweg nicht zweitligatauglich. Kein Treffer von den Außenpositionen, aus dem rechten Rückraum trotz des Einsatzes von Chantziaras und Jonsson lediglich drei Tore, Eintracht geht schweren Zeiten entgegen. Am Sonntag erwarten die Einträchtler den TV Hüttenberg und damit ein hoch gehandeltes Team in der Sparkassenarena. mab

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