Jugend-Bundesliga: Eintracht-Nachwuchs gewinnt 44:36 im Niedersachsenderby gegen TSV Burgdorf

Hildesheim bleibt Spitzenduo auf den Fersen

Tim Gerstmann trägt mit neun Treffern zum Eintracht-Sieg bei. Foto: Kreikenbom

HILDESHEIM Überraschend deutlich hat Eintracht Hildesheim in der Jugend-Bundesliga die TSV Burgdorf in die Schranken gewiesen. Die Hildesheimer entschieden das Niedersachsenderby mit 44:36 (21:19) für sich und sicherten sich damit nicht nur Platz drei sondern sind mit lediglich sechs Minuspunkten nun alleiniger Verfolger des Spitzenduos aus Berlin und Magdeburg.

Das immer junge Derby hatte rund 250 Zuschauer in die Sparkassenarena gelockt. Sie sahen vom Anpfiff an eine engagierte Eintracht. Als Maurice Lungela zum 5:2 für die konzentrierten Hildesheimer getroffen hatte, nahm Burgdorfs Coach Heidmar Felixsson bereits in der sechsten Minute die erste Auszeit. Eintracht hielt in der Folgezeit die drei Tore-Führung, versäumte es allerdings, den Vorsprung weiter auszubauen. Burgdorf jedoch kam jetzt durch die Fehler der Gastgeber besser ins Spiel. Trainer Jürgen Kloth reagierte mit einer Auszeit, als die Gäste in der 13. Minute auf 8:10 verkürzt hatten. Prompt setzten sich seine Schützlinge wieder ab (12:8). Manko blieb die Chancenauswertung, trotzdem führten sie in der 25. Minute mit 17:14. Burgdorf kehrte immer mehr zu den schon aus früheren Zeiten bekannten Mitteln zurück, schlug die stärksten Eintracht-Angreifer immer wieder ins Gesicht oder hart auf den Körper. Die Partie wurde zusehends zerfahrener und hektischer, verflachte dabei etwas. Eintracht ließ sich durch die harte Gangart beeindrucken und zeigte Wirkung. In den Schlussminuten verkürzte Burgdorf bis zur Pause auf 19:21.

Nach Wiederanpfiff zog die Eintracht auf 24:20 davon. Sie offenbarte aber Schwächen im Abwehrverband, hatte Probleme die Angreifer effektiv zu stören. Im Angriff zündete Maurice Lungela jetzt ein Feuerwerk, traf aus dem rechten Rückraum mit zwei tollen Toren zum 27:23. Grund genug für den Gästetrainer für die zweite Auszeit in der 36. Minute. Das Spiel war Mitte der zweiten Halbzeit ausgeglichen, auch wenn Eintracht jeweils mit drei bis vier Toren vorne lag. So ging es in die Schlussviertelstunde. Eintracht hatte jetzt die stärkste Phase und erhöhte bis zur 49. Minute auf 35:28. Die Gäste versuchten es mit einer Manndeckung gegen Tim Gerstmann, was wenig Erfolg hatte. Nils Wilken baute den Vorsprung zum 38:30 aus, zehn Minuten vor Schluss war dies die Vorentscheidung. Der Angriffsschwung lief jetzt auf vollen Touren, am Ende gewannen starke Hildesheimer mit 44:36. mab

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