Heinz Almstadt seit über 40 Jahren Betreuer und Masseur beim MTV Almstedt

„Heinzi“ hat schon Horst Eckel die Beine geknetet

Zur Auflockerung: Vor dem ersten Spiel bei der Endrunde um den Evi-Cup, bei dem der MTV Almstedt Dritter wird, knetet Heinz Almstadt die Oberschenkelmuskulatur von Marvin Rohrbach. Fotos: Kuhlemann (3), Meyer

„Ich erinnere mich genau: 1970 habe ich die zweite Herrenmannschaft übernommen, bei der noch der heutige Ehrenpräsident Helmut Klose aktiv war, zwei Jahre später habe ich mich dann um die erste gekümmert“, sagt der heute 70-Jährige, der mittlerweile in einem Betreuer-Team arbeitet, zu dem noch Peter Knackstedt und Gerrit Lehmann gehören. Bei Almstadt habe die Tätigkeit als Masseur, was der langjährige Außendienstler nie gelernt hat, mit dem Einreiben der Oberschenkel begonnen. Er habe sich viel bei anderen abgeschaut, etwa beim vorherigen Almstedter Masseur Günter Borchers. Oder aber bei den Profis im Fahrerlager der Rad-Weltmeisterschaft in Stuttgart, für die er VIP-Karten hatte.

„Ich habe zwar nie eine Fortbildung besucht, aber das hat sich alles im Laufe der Jahre entwickelt, ich habe jedoch immer nur das getan, was ich kann. Die Verletzungen sollten lieber Experten versorgen“, sagt Almstadt, der bei nahezu jedem Spiel dabei ist. Ausnahmen habe es kaum gegeben, selbst bei seinen eigenen Geburtstagen habe er erst die Fußballer begleitet, um dann eben erst am Abend zu feiern. Beim 70. Geburtstag im vergangenen Jahr war die ganze Mannschaft dabei. Wie „fußballverrückt“ Almstadt ist, zeigt, dass er 2014 eine Knie-Operation zeitlich so gelegt hat, dass er keine MTV-Spiele verpasst. „Ende Mai habe ich im Gronauer Krankenhaus bei Dr. Gerd Ohntrup ein neues Knie bekommen und Ende Juli war ich wieder fit für die neue Saison“, so Almstadt.

Wer so lange dabei ist, hat natürlich viel erlebt. Zu den Höhepunkten seines Betreuer-Daseins zählt die Begegnung mit dem ehemaligen Fußball-Weltmeister Horst Eckel Anfang der 1980er Jahre. „Dank der guten Beziehungen von Helmut Amft zum 1. FC Kaiserslautern waren wir mit der Altherren des MTV Almstedt zu einem Turnier in der Pfalz eingeladen. Da die Lauterer keinen Masseur hatten bat Horst Eckel mich, seine Oberschenkel zu kneten“, erinnert sich Almstadt gern.

Auch in Almstedt hat der 70-Jährige im Laufe der Jahrzehnte etlichen Fußballern die Beine massiert – von Bernd Thomas über Frank Wunnenberg und dem jetzigen Trainer Markus Rasche bis hin zu Marvin Rohrbach. Darüber hinaus hat er immer einen Spruch parat, um die Kicker, egal ob angeschlagen oder nicht, aufzubauen. „Der Verein braucht solche Leute wie Heinzi, der dem Trainer den Rücken freihält und außerdem für gute Stimmung im Lager sorgt“, lobt Spartenleiter Peter Sandvoß den „Dauerbrenner“ des MTV.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare