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Spielverlegung und Hermanni-Verletzung

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Von: Heiko Meyer

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 Die Partie der Hildesheimer Drittliga-Handballer gegen Magdeburg fällt aus.
Müssen eine Zwangspause einlegen: Das für Sonntag geplante Heimspiel der Eintracht-Handballer gegen den SC Magdeburg II muss kurzfristig abgesagt werden. © Kais Bodensieck

Hildesheim – Gleich zwei schlechte Nachrichten gab es am Freitag aus dem Lager der Hildesheimer Drittliga-Handballer. Das für Sonntag in der Volksbank-Arena angesetzte Punktspiel gegen die Youngsters aus Magdeburg wird kurzfristig verlegt und findet zu einem späteren Zeitpunkt statt. Der Hintergrund entfaltet eine gewisse Brisanz, denn ursächlich für die aktuelle Verlegung sind Corona-Verdachtsfälle und bestätigte Infektionen, die ihren Ursprung im letzten Punktspiel im Burgenland haben könnten.

Der Gastgeber HC Burgenland hatte bereits zwei Tage vor dem Spiel gegen den HC Eintracht ein Heimspiel gegen den SV Plauen-Oberlosa ausgetragen und dabei auch zwei Spieler eingesetzt, die sich nach dem Spiel aufgrund von Symptomen krankgemeldet haben. Darüber wurde der HC Eintracht nicht informiert. „Leider hielt es niemand von der Vereinsführung für nötig, uns von diesen Krankheitsfällen zu berichten, sodass beide Parteien über eine Spielverlegung diskutieren hätten können. Des Weiteren saß nach meinen Informationen einer dieser Spieler ohne Maske zwischen den Zuschauern. Bei beiden Spielern wurde der positive Verdacht am Anfang der Woche bestätigt. Weitere positive Fälle kamen im Laufe der Woche hinzu, bis heute haben wir keine offizielle Information über diese bestätigten positiven Fälle seitens des HC Burgenland erhalten. Mittlerweile sind es sechs Spieler, ein Offizieller und eine Person des eingesetzten Kampfgerichts, die im Nachgang des Spiels positiv auf das Coronavirus getestet wurden. Erst am Donnerstag erreichte mich über Umwege die Nachricht über die Umstände und ich konnte so die Infektionskette erst viel zu spät unterbrechen. Bis heute gab es keine offizielle Information seitens des HC Burgenland. Resultat ist, dass wir einen durch PCR-Test bestätigten positiven Fall und mehrere Verdachtsfälle haben. Einige Testergebnisse stehen allerdings noch aus”, sagte der spürbar verärgerte HC-Chef Martin Murawski. Wegen der Gefahr, dass sich weitere Akteure infiziert haben könnten, wurde auch der Trainingsbetrieb unterbrochen. Nach Rücksprache mit den Verantwortlichen des SCM kamen beide Vereine überein, die Partie zu verlegen, um weiteren Infektionen vorzubeugen. Ein Nachholtermin steht zum jetzigen Zeitpunkt nicht fest, es wird voraussichtlich am 8. oder 9. März um 19.30 Uhr angepfiffen. Alle bereits gekauften Karten behalten ihre Gültigkeit.
Und dann gab es gestern noch die zweite schlechte Nachricht: In der entscheidenden Saisonphase wird Lothar von Hermanni der Mannschaft nicht helfen können. Der bisher beste Torschütze des HC hat sich beim Training Anfang der Woche einen Muskelbündelriss im Oberschenkel zugezogen und fällt rund acht Wochen aus.

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