Spätes 2:3 gegen FC St. Pauli: 96 wieder als Aufbaugegner für einen kriselnden Klub

„Wir müssen nach vorne schauen“

Hendrik Weydandt wird gegen St. Pauli elfmeterreif gefoult
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Hendrik Weydandt wird elfmeterreif gefoult, der Pfiff bleibt aber aus.

Hannover – Der Angriff auf die Aufstiegsplätze in der zweiten Fußball-Bundesliga hat sich für Hannover 96 nach der 2:3 (0:2)-Pleite gegen den Tabellenvorletzten FC St. Pauli erst einmal in Luft aufgelöst. Nach zwei Siegen hatten die Roten diese Hoffnung genährt, doch erwiesen sich die Niedersachsen nicht das erste Mal als willfähriger Aufbaugegner für einen kriselnden Klub, der erst seinen zweiten Saisonsieg feiern konnte.

Ein bitteres Geschmäckle hatte der Sieg der Kiezkicker schon für das Team von Trainer Kenan Kocak. Denn fünf Minuten vor Ende verweigerte Schiedsrichter Sören Storks den 96ern einen glasklaren Elfmeter, nachdem Paulis Torwart Dejan Stojanovic den eingewechselten Hendrik Weydandt von den Beinen geholt hatte. „Über die Entscheidung brauchen wir gar nicht reden. Wenn es kein Elfmeter war, verstehe ich die Welt nicht mehr. Solche Fehlentscheidungen dürfen nicht passieren. Wir können es nicht ändern und müssen nach vorne schauen“, sagte Kocak zur Entscheidung des Schiedsrichters, nicht auf den Punkt zu zeigen. Und auch der gefoulte Weydandt meinte: „Es sieht schon sehr deutlich nach Elfmeter aus. Es ging sehr schnell, ich hatte zunächst gedacht, wir sind beide am Ball, aber ich lege den Ball an ihm vorbei und er erwischt mich definitiv.“ So blieb es dem erst vier Minuten vor Schluss eingewechselten 17-jährigen Igor Matanovic vorbehalten, in der Nachspielzeit den umjubelten Siegtreffer für die Gästemannschaft von Trainer Timo Schultz zu erzielen.

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